Telefonat zwischen P. Steinbrück und G. Schröder. Eine lupenreine telefonische Posse

Freigegeben in Geschichten von Klaus Bock

Besser könnte das Leben die Geschichte auch nicht geschrieben haben...
Diese wortwörtliche Abschrift eines (vermutlich NSA-)Mitschnittes eines Telefongespräches zwischen Gerd Schröder und Peer Steinbrück (in der 8. Woche?) wurde der Redaktion von den beiden unauffälligen Männern in Regenmantel und Hut auf der anderen Straßenseite zugespielt. Die Schwärzungen sind vermutlich von der CIA. Wir konnten sie teilweise wieder lesbar machen und bringen das Dokument im Wortlaut:

Es geht los:
Tut tut tut. Schröder nimmt den Telefonhörer

G   да? Шредер...   (= Ja? Schröder...)
P    Hallo, Gerd, lange nichts mehr gehört von Dir
G    Tachen, Peer, altes Haus, hast ja auch ewig nichts mehr von Dir hören lassen, was gibt´s denn so Neues in Hannover und so? Du, soll ich lieber zurückrufen, ich hab´hier ´ne wahnsinns Worldwide-Flatrate im Kreml!
P    Nee, lass man, ich ruf über die Parteizentrale an, das zahlen die (lacht). Neues? Nee, eigentlich nichts, der Wulff ist total weg vom Fenster, der fährt höchstens mal zu ´ner Beerdigung, 96 verliert meistens und bei mir? Ein Vortrag nach dem anderen. Ich mag mich selber schon nicht mehr hören - immer dasselbe Thema: Geld, Geld, Geld. Am meisten Arbeit habe ich damit, die vielen Honorare weitestgehend an meiner Frau vorbei zu verwalten (lacht). Und bei Dir?
G    Naja, unsere Pipeline ist ja fertig, das strömt ganz schön
P    Das Gas?
G    Nee, der Rubel (lacht)
P    Du, da wollte ich Dich ´was fragen
G    Was denn?
P    Naja, wegen dem Rubel, ob der rollt?
G    Rubel? Bin doch nicht blöd, Peer, ich lass mich natürlich in Dollar bezahlen, auf den Caymans
P    Ja, ja, Caymans ist gut, nachdem die Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein an der Kandare haben, aber sag mal, ganz ehrlich, zahlen die wirklich? Ich meine jeden Monat? Trotz unserem Boykott... Das könnte doch eigentlich gar nicht gehen!
G    Klar, wo ein Wille da ein Weg, ich meine, wo eine Rechnung von mir, da eine Überweisung  an mich, das wäre ja noch schöner, alter Sozialdemokrat! Da sorgt schon mein Freund dafür, der Wladi W. Der ist  mir ´n lupenreiner Freund - Männerfreundschaft, ich sag´ Dir, da geht nix drüber, sogar mit Tigerjagd und so
P    Echt? Sogar mit Tigerjagd? Mit ohne Hemd und so? Ich meine, das ist ja schon ´n echter Kerl, Dein Freund... Wenn Du da doch an der Quelle sitzt, Gerhard, kannst Du mir denn nicht mal so einen Tigerschwanz...? Ich meine nur, man hört ja..., soll ja wahre Wunder bewirken..., also falls Du mal einen schießt, Du verstehst? Aber Wladi W.? Hab´ ich da ´was verpasst?
G    Na, der  Wladimir Wladimirowitsch Putin, man Peer, mein Gehalt ist bei Wladi W. Chefsache
P    Tatsächlich? Aber ich hab´da mal ´ne Frage… Du hast ja wahrscheinlich gehört, dass ich endlich auch einen Job an der Angel habe… Sogar in Deiner Nähe, in der Ukraine!
G    Nee, hab´ ich nichts von gehört, ich bin zur Zeit ja mehr in Sibirien unterwegs, seit ich dem Wladi eingefloht habe, sich gasmäßig umzuorientieren, weißt du, das war meine Idee, dass die Ihr Gas jetzt lieber an die Chinesen verkaufen, finde ich, die haben nämlich die wahre Kohle. Wußtest Du, dass denen die halbe USA gehören? Außerdem braucht es da im Osten neue Pipelines (lacht), da bin ich ja Spezialist... Hab´ da übrigens einen Wahnsinnsberatervertrag mit einer Röhrenfirma! Und was machst Du in der Ukraine?
P    Naja, was brauchen die? Ordnung! Ich soll da Ordnung machen…
G    (lacht laut) Ordnung? In der Ukraine? Das nenn´ ich mal ´nen Job! Mensch, Peer, wie soll das denn gehen? Ordnung in der Ukraine? (lacht wieder). Soll ich Dir mal was sagen: Da sitze ich lieber irgendwo in Sibirien und frier mir den Arsch ab… Übrigens, da gibt es auch echt geile Frauen..., gar nicht so kühl, wie man denken sollte, ganz im Gegenteil: Heissss! Na egal, Du bist eh nicht der Frauentyp! Aber nun sag´ mal, wie bist Du denn auf die Idee gekommen?
P    (etwas beleidigt) Woanders war ja nichts frei. Ich hatte an die TROIKA gedacht, aber da musst Du einschlägige Erfahrungen als Bankräuber mitbringen... Vor ein paar Tagen sind dann drei ukrainische Freunde zu mir gekommen, Du weißt, man kennt sich, die heißen Firtasch, Achmetow und Pintschuk, das sind, glaube ich, so Oligarchen, die wollen, dass ich die Finanzen neu ordne, die von der Ukraine, weißt Du, nicht die von denen, die sind ja ganz ordentlich, habe ich mir sagen lassen. Vornehmlich soll ich die EU-Hilfsgelder auf die richtigen (lacht) Konten leiten, nicht, dass die unkontrolliert versickern... (lacht immer noch). Die mussten dafür sogar Konten im Westen einrichten - wegen des Boykotts...
G    (lacht immer noch) Mensch Peer, was anderes fällt Dir nicht ein? Du, lass Dich bloß gut bezahlen, das ist garantiert ein Scheißjob, und sieh zu, dass Du nicht auch noch nach Kiew musst, die haben da ja nicht mal mehr russischen Wodka (lacht), das musst du von zuhause aus managen, dann kannst du wenigstens dein Arbeitszimmer absetzen
P    Ja, gut, das ist ja schon mal ein guter Rat, aber was meinst Du, was soll ich nehmen?
G    Mindestens…, naja, 10.000+, das sollte da schon drin sein
P    Im Monat? Du, mal ganz ehrlich, da hatte ich schon mit mehr… Ich meine, ich bin doch wer… Da kriegt ja dieser Mourinho oder wie der heißt, Du weißt schon, dieser portugiesische Trainer von Manchester von diesem reichen Russen mehr… Dabei kann der nur Fussball und ich bin doch auch wer…
G    (lacht sich kaputt) Mensch Peer, doch nicht im Monat, pro Stunde…
P    Ach so…
G    Du, da fällt mir gerade noch was ein
P    Was denn?
G    Wenn Du da bei Poroschenko auf´m Schoss sitzt, und ich doch den guten Draht zum Wladi W. hab, nicht wahr…
P    Ja?
G    Da könnten wir doch erst noch ein paar Beraterverträge mit …, also, Rüstungsfirmen und so… Wir wissen dann doch, was die da so brauchen und wer das hat
P    (nachdenklich) Hhm, gute Idee
G    Und denn, wenn es da so richtig - aber nicht zu sehr! - geknallt hat, denn stiften wir da ein klein bisschen Frieden, nicht wahr… (beginnt zu singen:) „Ein bisschen Frieden, ein bisschen Sonne für diese Erde, auf der wir wohnen…“
P    Mensch, Gerd, Frieden von unseren Gnaden, wie sich das anhört, ich bin ja eigentlich mehr so als der Typ „Kalte Hundeschnauze“ bekannt, aber das berührt mich jetzt wirklich…, ganz ehrlich (kleiner Schluchzer). Frieden!
G    Ja ja, ist ja schon gut, Peer, und denn – und jetzt kommt´s – greifen wir uns den Friedensnobelpreis ab, das bringt uns auch ganz schön Kohle… Jedenfalls mehr als ein Orden
P    Genialer Plan, Gerd, Du jetzt versteh ich auch, warum Du Kanzler geworden bist und ich nie
G    Lass man, Peer, was nicht ist, kann ja noch werden: Du Kanzler und ich Präsident…
P    Wieso? Will der Gauck denn nicht mehr?
G    Nee, weiß ich doch nicht, bei meinen politischen Jugendsünden red´ ich doch nicht mit dem alten Ost-Pfarrer, ich meine doch Präsi von Russland!
P    Und Du meinst, Du schaffst das?
G    Mensch Peer, das solltest Du doch noch wissen: Wenn ich wo rein will, denn schaff´ ich das auch, ist doch klar, auch in den Kreml. Aber erst wenn der Wladi nicht mehr mag… Der kann sonst ziemlich muckig werden... Du, ich muss schnell aufhören, der Wladi W. ist auf der anderen Leitung, tschüssikowski (legt auf)

P   (murmelt) Mensch, der Gerd, das ist vielleicht ein cooler Hund

weiterlesen ...

"Is´ ut, kümmt morgen..."

Freigegeben in Rügen

"Is aus, kommt morgen...!"

Man muss sich das ja mal überlegen: Rügen ist ja ganz am Ende von den Straßen! Und da, wo wir sind, bei Kap Arkona, da ist sogar das Ende vom Ende, sollte man meinen… Und alles, was die Ruganer und ihre Gäste brauchen oder vertilgen, muss über die eine Brücke über den Strelasund (Bild) angeliefert werden.

weiterlesen ...

Über Emil

Freigegeben in Rügen

Monika, welches meine Ehefrau ist, wollte am Strand in Rügen unbedingt Emil haben! Keinen Patrick, keinen Jan und nicht Boris. Jana, Sina oder Lore ka-men schon mal gar nicht in Frage. Nein, es musste Emil sein. Dabei hatte der Strandmanager im „Strandgut“ ihr gesagt, dass sie sich im Prinzip alle sehr ähnlich seien – mehr oder weniger blau , nämlich. Das war Monika egal, sie hatte Emil gesehen, sie wollte nur Emil – auf Anhieb. Emil hatte es ihr sofort angetan – Liebe auf den ersten Blick sozusagen.
Also wurde es natürlich Emil!

weiterlesen ...

Strandkorbnachbarn

Freigegeben in Rügen

In Juliusruh stehen - geschätzt – so stücka 250 Strandkörbe am weißen Sandstrand. Von Strandkorb zu Strandkorb sind es so fünf bis sechs Meter oder ein bisschen mehr, das reicht in der Regel, um für ausreichend soziale Distanz zu sorgen. Meistens!
Es kommen natürlich auch Leute an den Strand, die keinen Strand-korb mieten, doch, die gibt es. Die legen sich dann mit Handtü-chern irgendwo, wo etwas mehr Platz ist, zwischen den Strandkörben in den Sand. Auch das geht im Regelfall.
Gestern war der Ausnahmefall…

weiterlesen ...

Darius das arme Schwein und im Gewitter im Strandkorb

Freigegeben in Rügen

Ein Traumtag für den Strand – gefühlte 25°C, von morgens bis abends blauer Himmel, strahlende Sonne, phantastisch. Beim Strandkorbverleiher bekommen wir – wir haben wieder zu lange geschlafen, gefrühstückt, geredet – den letzten verfügbaren Strandkorb: Alma. Immerhin. Alma steht nicht am von uns geliebten wenig belebten Ende des „Kurstrandes“ mit den Strandkörben, da, wo die soziale Distanz angenehm groß ist, sondern „mittendrin“, was bedeutet, ringsherum und nahe bei ist viel los, sehr viel. Man bekommt notgedrungen das Strandleben vieler intensiv mit.

weiterlesen ...

„Oma geht mit Kathi kacken“. Eine Geschichte vom Strand in Rügen (2012)

Freigegeben in Rügen

Darf lässig als Spruch des Tages gelten; dazu später mehr…

Auf Rügen wurde es ein „beach day as usual“, also ein üblicher Strandtag: Gegen 11:00 Uhr ging´s los in Richtung Strand. Üblicher Zwischenstopp an der Wittower Fähre: „Fährmann hol över…“ Das tut er (regelmäßig alle 15 Minuten). Hinter Wiek biegen wir links ab zum Wieker Bodden, da sind die Kite Surfer – Wind ist da, viele Surfer mit ihren Kites (Drachen) auch, aber alle stehen im knietiefen Wasser und lassen ihre Drachen fliegen. Sonst lässt es aber keiner fliegen… dabei kann das richtig attraktiv aussehen, wenn die Jungs und Mädchen in der Bucht hinter von ihren Kites gezogen rasant durch das Wasser surfen und tolle Sprünge (fast Flüge) präsentieren. Naja, heute eher Stehparty – das ist wohl eine neue Trainingsgruppe, die sich erst ans Gewässer und die Kites gewöhnen muss. In ein paar Tagen, beschließen wir, schauen wir wieder vorbei. Vielleicht lassen Sie`s dann ja fliegen…

weiterlesen ...

Wahre Freunde. Die ganze Geschichte

Freigegeben in Kurzromane

Überarbeitete/geänderte Version vom 23.3.2016
 

Eine kriminelle Geschichte über eine Geschichte mit Hang zum Thriller – mancher Leser wird
sagen: Der reine Wahnsinn… und liegt damit ziemlich gut

Wir – die Klara Hoffmann und ich, Carlo Cabra – widmen dieses Buch meinem toten Bruder Claudio

Damit Sie die folgende Geschichte verstehen können, müssen Sie wissen, dass die junge Volontärin der Nordholmer Zeitung, Laura-Marie de Gouvy und ihr Gesprächspartner, der Thriller-Autor Claudio Cabra bei einem Interview erschossen wurden. Dass Laura-Marie mit ihrer sehr properen Figur, dem roten Kurzschopf und den Sommersprossen rund um die Stupsnase ziemlich hübsch war, spielt im Zusammenhang mit dem hier Geschilderten eigentlich überhaupt keine Rolle, aber warum sollten Sie es nicht erfahren? Laura-Marie war ein lebenslustiges Mädchen, das stolz war, so hübsch zu sein. Es war Laura-Maries erster journalistischer Coup, dass es ihr gelang, den Bestsellerautor Claudio Cabra zu diesem Interview zu überreden.

weiterlesen ...

Job-Diebstahl. Mensch Leute, denkt mal nach und wehrt Euch, bitte!

Freigegeben in Geschichten von Klaus Bock

Von mir aus können Sie behaupten, ich hätte Zukunftsängste. Mal abgesehen davon, dass ich tatsächlich Angst vor der Entwicklung in der Ukraine habe (Stichwort: Waffenlieferungen der USA an die Ukraine), kann ich nur sagen: "Stimmt, habe ich. Auch unabhängig von der Ukraine". Und ich habe gute Gründe, finde ich. Das beginnt schon bei uns Menschen. Es ist doch nun einfach mal so, dass wir früher ein klein wenig Sicherheit in unserem Leben hatten. Ich rede gar nicht von der exorbitanten Scheidungsrate: Man konnte sein Leben doch zumindest über zehn, zwanzig Jahre planen. Zum Beispiel, daß man, um sein Auskommen zu haben, arbeiten müsse. Und dass man dafür bezahlt würde. Ist heute nicht mehr so. Ich bin zum Beispiel 1949 geboren worden, habe 1968 Abitur gemacht, dann studiert und anschließend gleich eine gut bezahlte Anstellung (das hieß damals einen "Beruf" oder eine "Position") bekommen. Ich habe anders als meine Großeltern und Eltern keinen Krieg (persönlich!!!) mitbekommen, ich habe aus meiner Sicht  "goldene Zeiten" erlebt: Frieden, Beruf, einige Berufswechsel mit Karriere, Urlaubsanspruch und nicht zuletzt gute Bezahlung.

Und heute? Geht doch schon mal damit los, dass - mal vom Friseur und Automechaniker etc. (das sind nur Beispiele) - junge Leute sich erst einmal durch un- oder mies bezahlte "Praktika" quälen müssen. Auch auch um die müssen die kämpfen. Dann kriegen sie vielleicht einen richtigen Job (eine "Position"). Einen Job! Im akademischen Bereich häufig einen Jahres(ketten)vertrag. Aber für wie lange.

"Damals" = "zu meiner Zeit" hießen die Männer, die uns Pakete nach Hause brachten oder hinter dem Bankschalter arbeiteten, Post- und/oder Bank"beamter". Das waren erstrebenswerte "Positionen", klar, auch mit einer gewissen Sicherheit. Heute sind die entweder outgesourced (Post) oder durch Automaten ersetzt (Bank). Und auch sonst, die Berufe verschwinden - einer nach dem anderen!  Ihnen fällt dazu nichts ein?

Na, denn nur einige:

Schiffe, die ohne Mannschaft über die Meere fahren können

Firmen, die ihre Daten in The Cloud speichern, und die deshalb bald keine (teuren) PC-Spezialisten mehr brauchen

Hotels, die ohne Personal auskommen

LKWs, die ohne Fahrer quer durch die BRD fahren (Stichwort: Teststrecke A9)

Industriehallen, zum Beispiel in der Autoindustrie, in denen nur noch wenige Menschen arbeiten. Das meiste wird von Industrierobotern erledigt, inkl. den Boden schrubben

Operationen, die von Robotern ausgeführt werden

Gerichtsverfahren, die von PC-Programmen geführt werden

Speditionen, in denen den Arbeitern die zu transportierenden Pakete per „Google-Brille“ (o.ä.) genauso ins Sehfeld eingespielt werden, wie der zu nehmende Weg und die Stelle im LKW, an denen das Paket abgestellt werden soll

Amazon, das Pakete zumindest in Logistik-Centern per Drohne transportiert will

Versicherungen, die billigere Policen "gegen Daten" anbieten

Hafenarbeiter á la Hans Albers (mit Muckis) braucht kein Mensch mehr, höchstens noch ein paar Spezialisten

Journalisten, die außer Artikel zu recherchieren und zu schreiben auch noch das Layout und den Umbruch machen. Zeitungen, die nicht mehr gedruckt werden sondern nur noch als ePaper erscheinen - keine Setzer, Metteure und Drucker mehr, nichts...

Technische Entwicklungsarbeiten, die nur noch am PC gemacht werden. Der Ingenieur muss nicht mehr rechnen können

Technische Simulationen ersetzen (mindestens) Modellbau etc. in der Projektentwicklung

Piloten, die von fernsteuerndem Bodenpersonal ersetzt werden

Bei McDonald gibt es inzwischen Selbst-Bestellstationen. Die ganzen (billigen) Migranten in den Küchen werden bald nicht mehr gebraucht

Aktien- und Geldhandel wird von Hochgeschwindigkeitstradern mit Silikongehirn billiger als von hochbezahlten menschlichen Händeln mit Erfolgsbonus-Garantie ausgeführt

Soldaten werden von kletternden Robotern (die ohne die Asimov´schen Robotergesetze zu kennen auf alles und jeden schießen… - „Terminator“ lässt grüßen) ersetzt, die aus einer Zentrale irgendwo in den USA gesteuert werden (durch einen Super-super-super PC mit super-super-super-super-Freund-/Feind-Algorithmen)

Geklonte Nutztiere werden eh von Maschinen gepflegt, gewaschen, gefönt und gemolken; naja, das ist ja schon üblich. Schlachten und Zerlegen kommt bald

Im Supermarkt werden vollautomatische Kassen die nette Kassiererin von nebenan ersetzen. Bezahlt wird ausschleißlich per Handi. Die Waren werden von (fliegenden) Robotern in die Regale gestellt

In Nürnberg fahren die U-Bahnen führerlos - das ist nur das Probe- und Schaulaufen für überall

Bankfilialen gibt es eh kaum noch, die letzten werden vollautomatisiert - Bank"beamte", Bank"angestellte" und Banker braucht es nicht mehr. Die Computerzentren der Banken werden virtuell in Die Cloud verlegt

"Richtige" Geschäfte werden schließen, weil sich alles „so viel bequemer“ per Internet bestellen läßt. Die Postzusteller braucht es eh nicht mehr, sie werden von Drohnen ersetzt, die Rücksendung wird irgendwann teurer als der Wert – man kann alles behalten oder wegwerfen. Der Müll wird automatisch entsorgt: So wie in Palma de Mallorca, wo seit Jahren ein unterirdisches Müll-Pipeline-System existiert.

Prostituierte werden von immergeilen Roboter-Nutten jedwegen Geschlechts ersetzt - ohne Gesundheitsrisiko, immer jung, schmerzfrei, zu jeder sexuellen "Spielart" programmierbar - oder der reale Kontakt wird durch Telefonsex mit Weiterentwicklungen der heute schon telefonierenden Sprachprogramme ersetzt, die nebenbei auch noch stricken können. Zusätzlich werden den Wohnwaben entsprechende Glory-Holes für Sie und Ihn angebracht. Befriedigung garantiert.

Astronauten werden nicht mehr zu Monden oder Planeten fliegen (von Sonnen ganz zu schweigen), das übernehmen Sonden

Die Briefpost wird eingestellt -eMail ist "besser"

Die Universitäten und Schulen werden ins Internet verlegt. Ach ja, die Verwendung der Handschrift wird verboten... "eLearning" ist ja so toll...

Hinter jedem "Fortschritt" verbergen sich viele Menschen, die arbeitslos werden: Lauter Berufe (ich weigere mich, "Jobs" zu schreiben), in denen keine Menschen mehr gebraucht werden. Was bleibt dann noch? Erst gingen die Jobs für die verloren, die eben nicht das intellektuelle Zeug zum Ingenieur hatten. Jetzt soll jeder studieren, ob ausreichende Intelligenz vorhanden oder nicht. Die Statistik sieht dann besser aus (Sie erinnern sich: PISA?), dass es dann arbeitslose Akademiker wie sand am Meer gibt, interessiert heute noch keinen verantwortlichen Politiker. Demnächst wird der durchschnittliche Hartz-IVer eben Akademiker sein. Denn schon jetzt ist ja absehbar, dass auch bisher hochqualifizierte oder akademische Jobs nicht mehr von Menschen gemacht werden dürfen.

 BMW
Mit dem Roboter muss wohl gendergerecht
eine Frau arbeiten - natürlich eine bildhübsche
Junge mit Migrationshintergrund

Hier geht es zur Website von BMW-Group.

Wie wirbt BMW aktuell in wunderschön gestalteten Plakaten für die Welt von morgen: "Kollaborative Entwicklung. Weniger Belastung für gesünderes Arbeiten". Im Text heißt es dann "Bis zum vergangenen Jahr galt die Endmontage als einer der wenigen Bereiche, in denen Roboter nur in geringem Umfang eingesetzt werden konnten, weil viele Arbeiten von Hand ausgeführt werden mussten. Trotzdem gibt es auch in der Montage Arbeiten, die monoton und belastend sind. Diese können nun von Leichtbaurobotern übernommen werden. Die innovativen Maschinen wiegen wenig und können nur leichte Lasten heben. Dennoch tragen sie maßgeblich zur körperlichen Entlastung der Mitarbeiter bei."


Schmarrn, im nächsten Schritt wird der (ungenau) arbeitende Mensch ersetzt. Keiner fragt, ob die menschen leiber belastet arbeiten würden, als entlastet freigestellt! Freigestellt, nicht etwa entlassen, also eher befreit... Auch weil der Mitarbeiter (genau, auch die geneigte Kollegin) auch nach Verzicht auf Urlaubsanspruch, Fortbildungsfreizeiten und Babyjahren die Arbeit im internationalen Vergleich immer noch viel zu teuer macht. Vierzig bis 60 Arbeitsstunden pro Woche reichen immer noch nicht. Der liebe Kollege Roboter arbeitet auf Wunsch widerspruchslos 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr durch. Dumm gelaufen für Kollege Mensch. Und alle verstehen das. Wegen der Arbeitsplätze. Für die anderen... Ach ja, als letztes schaffen sich die Verwaltungsmenschen selber ab.

Der hoch bezahlte Chefarzt verliert seinen Job an den nervenstarken Kollegen Roboter, der nie zittert, die Studentenausbildung (wofür eigentlich?) übernimmt ein Simulationsprogramm und Pflegeroboter werden in Japan schon ausprobiert. Nachdem die DRGs (für die Patienten dummerweise) aus Australien übernommen wurden, werden als nächste "große Entwicklung" die Roboter (ganz ohne Schlitzaugen) aus Japan importiert. Die mitfühlenden Pflegeworte spricht eine Weiterentwicklung von SIRI (beliebt und bekannt aus dem iPhone). Die kann der Pflegefall in Windeln immerhin besser verstehen als die letzte menschliche Pflegekraft aus Polen oder Bulgarien ohne Deutschkenntnise.

Und so weiter…

Und der Mensch? Kommt in den Szenarien nicht mehr vor. Nur noch als arbeitslose Hartz-X-Masse: Joblos, chancenlos aber unintteressiert, beliebig steuerbar…

Zunächst werden die reichen 5% die armen 95% irgendwannin Ghettos sperren, um sich und ihren empfindsamen Kindern die Ansicht dieser arbeitslosen, dreckigen, dummen Massen zu ersparen. Man ist ja auch Ästhetiker.

Warum wir dann erst noch eine massive Einwanderung brauchen? Klar, damit die Einwanderer in die deutschen Rentenkassen einzahlen. Aber wenn die Migranten - was vorhersehbar ist - auch keinen Job mehr bekommen? Wovon zahlen die dann?

Irgendwann übernimmt ein Robotgehirn "Mutti" die Regierung. Von wegen der Effizienz. In den ersten Jahren dürften ausgewählte Volksvertreter noch mitdiskutieren - mitdiskutieren, nicht mitentscheiden! Beachten Sie den kleinen Unterschied. Dann auch die nicht mehr, weil sie sich als nicht effizient erwiesen haben - das Gelabere hält ja kein Robotgehirn "Mutti der III. Generation" aus. Die Herren/Damen Abgeordneten spielen mit - und wenn, wegen der Altersversorgung.

Die 95% Menschen (s.o.) werden für eine Übergangszeit in einer Art Bienenwaben unter Drogen ruhiggestellt, wahrscheinlich mit einem implantierten Interface an PC-Kriegssimulationsspiele via Internet 5.0 angeschlossen und mit irgendwelchem Dreck, der mit TTIP-Nachfolgevereinbarungen ins Land gekommen ist, abgefüttert. Widerspruch unmöglich. Die restlichen 5% kommen später dazu. Wer in der Simulation verliert, muss ganz real sterben. Geht in Internet 5.0 mit Mini-Mortalitätsstecker problemlos. Freiwerdende Wohnwaben werden übrigens von Putzrobotern wg. möglicher Geruchsbelästigung grundgereinigt und nicht wieder belegt. Friedhöfe gibt es nur noch virtuell im Internet: DBC (= DeadBodyCloud!) - Belegungszeit der VGs (=virtuelle Gräber) 6 Wochen.

So oder ähnlich wird es kommen, wenn es so weitergeht. Und wir erleben das alles sehenden Auges und finden die Entwicklung auch noch gut, weil wir uns ja immer noch das neueste iPhone zu Spielen und Kommunizieren und ein Auto zum Rumfahren kaufen können/dürfen. Und weil wir bei ZALANDO, amazon und eBay und Konsorten so tolle Sachen bekommen. Preiswert, automatisch, ohne Bestellung - der Computer, resp. der Algorithmus weiß ja, was uns putzt.

Man, frau, Mensch! Erhebe Dich. Fege sie hinweg, die unmenschlichen Zukunftsentwickler und -steuerer. Ganz einfach. Man, frau, Mensch! Denke einmal für Dich, laß` Dir das Denken nicht von Politikern, NSA, apple, facebook und twitter wegnehmen.


Das Titelbild ist eine Zeichnung auf Basis einer Abbildung, die BMW zu Werbezwecken als Großplakate und im Internet als Website geschaltet hat. Sie war sicherlich gut gemeint. Hier geht es zur Website von BMW-Group.

weiterlesen ...
Diesen RSS-Feed abonnieren