Rügen. Lärm im Naturschutzgebiet

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Hier im Naturschutzgebiet sollte man Stille erwarten dürfen (nicht, dass wir`s täten, wir leben ja noch!) – aber hier ist vielleicht ein Lärm in der Luft… Man o man. Und die Krachmacher sind keine Autos, keine Kutter, keine Erntemaschinen - es  sind Vögel! Und es ist weder die Nachtigall, und nicht die Lerche, auch rau-+schen keine Wildgänse durch die Nacht nach Norden…, es sind schlicht und einfach Kraniche, die morgens und abends einen Höllenlärm in der Luft veranstalten.
Gut, das hätte man wissen können, wir sind hier in Vieregge, das ist am östlichen Rand eines Gebietes, das sich von Ummanz (eine Teilinsel von Rügen), über die Insel Hiddensee, den Bock (ein Küstenstrich in Mecklenburg-Vorpommern) bis zum Zingst hinzieht. Hier ist von August bis Oktober mit bis zu 40.000 – manche reden auch von 50.000 – Kranichen die größte Kranichkolonie der Welt zu Gast.
Kraniche als groß gewordene Piepmätze zu bezeichnen, würde den Tieren wirklich nicht gerecht. Es sind nämlich ziemlich beeindruckende Vögel, ausgewachsen haben sie eine Flügelspannweite von über zwei Metern und sie sind so um die 5 Kilogramm schwer, also die Kerle; die Damen sind etwas schlanker, natürlich. Bei den Maßen ist es kein Wunder, dass die in der Luft einen ziemlichen Krach veranstalten, ein Jumbo-Jet ist ja auch ziemlich laut.
Über uns ist offenbar ein Flugübungsgebiet der Kraniche, in dem sie den Formationsflug für den weiten Weg nach Spanien und Portugal trainieren.
Einige können es offenbar schon perfekt, so gut halten sie die flugphysikalisch optimale V-Formation ein. Man hat sogar den Eindruck, die haben Spaß an der Sache. Wie beim Sechstagerennen wechselt der Flügelmann (sehr verehrte Damen, auch wenn es sich um Vögelinnen handeln mag, ja ungefähr zur Hälfte handeln wird, bleibe ich hier bei "der" Vogel und seinen Ableitungen), schert aus, lässt sich zurückfallen und ordnet sich hinten ein, während der bislang Zweite die anstrengende Führungsposition im V für einige Zeit übernimmt, aber nur, um sich dann ebenfalls zurückfallen zu lassen. Die Führungsposition ist flugphysikalisch besonders kraftraubend, Kraniche wissen das, deshalb der stete Wechsel, der jeden Kranich mal in die kraftraubende Führungsposition bringt und meistens in einer kraftschonenden „Flügelmann-“Position lässt ("Top Gun" lässt grüßen).
Nun lassen sich aus dem häuslichen Liegestuhl im Garten mit Himmel und Flugschulen über sich, vielerlei Flugformationen beobachten: Einmal das schon beschriebene perfekte V aus meistens 10 bis 12 Vögeln, dann "V´s“"aus bis zu 50 Tieren, die man höchstens als krampfhafte V-Versuche bezeichnen kann: Krumm und schief, ungleich lange V-Arme, abgerissene V-Arme. Daneben gibt es Flugformationen, die nur „Sch…“ sind, weil kein V und kein gar nichts…
Heute habe ich mehrere Fast-Aufflugunfälle beobachtet, die beinahe zu Prügeleien der beteiligten Kraniche in der Luft geführt haben – nee, da brauchen Sie gar nicht den Kopf zu schütteln, also, ich hatte den Eindruck!
Vom Boden aus sieht das echt witzig aus, wenn der Hintermann plötzlich die Luftnotbremse zieht, um nicht in den Vordermann hineinzufliegen und den dann in seinen Vordermann hinein zu stoßen...
Verehrte gender-gerecht-orientierte Leserinnen, Sie verstehen jetzt, warum ich bei „Flugmann“ geblieben bin, man hätte mir spätestens an dieser Stelle der Beobachtungen unterschoben, ich würde keine Blondinen mögen, erst recht keine am Steuer (was in München sogar zutrifft, wenn diese Damen ihren SUV nicht einmal vorwärts in eine Parklücke hineinbekommen… Aber wir waren ja beim Fliegen und bei Vögeln, kommen wir also wieder zu unseren Kranichen): Hier wird vom späten Morgen bis in den frühen Abend fleißig V-Fliegen geübt. Ich habe auch den Eindruck, dass sich das Flugvermögen der Kraniche in den letzten Tagen deutlich verbessert hat – klar, wir hatten gutes Flugwetter: Sonnig mit einigen Wolken, 4 bis 5 Windstärken (ohne Böen) – da fliegt sich`s gut und leicht, denke ich mir. Also, wenn ich Kranich wäre, bei dem Wetter würde ich fliegen wollen. Aner nur wenn ich nicht gerade fressen würde. Fressen ist natürlich auch wichtig, schließlich braucht man Kraft für den Non-Stop-Flug von Groß-Rügen bis Spanien (sowohl die Hiddenseer, als auch die Bockster und Zingster und schließlich die Portugiesen mögen mir verzeihen, das ich sie hier nicht aufgezählt habe, aber man kann nicht immer alle Beteiligten nennen – auch bei Bayern München werden meist nur Ribery und Robben und – wenn er denn spielt – Schweinsteiger* genannt…).
Ich denke mir, dass die alten Kraniche, also die, die schon zwei oder dreimal in Spanien (ja, ich weiß, und Portugal) waren, der jungen Brut das Formationsfliegen beibringen.
Aber die Doofen können nicht nur die Jungen sein, auch ein paar von den Alten müssen das Formationsfliegen offenbar jedes Jahr neu lernen…
Ich stelle mir das so vor: Jede Formation – nennen wir sie einmal Staffel – hat natürlich einen Staffel-Capo, der hat das Schnattern (ich meine natürlich das Sagen, aber unter Kranichen wird nun einmal geschnattert). Und der Capo ist für seine Staffel verantwortlich. Wahrscheinlich treffen sich die Staffel-Capos der verschiedenen Staffeln abends am Boden am Bodden und erzählen sich, dass sie in diesem Jahr nun gerade die Allerdümmsten erwischt hätten…, und die würden jedes Jahr dümmer, damals als sie das Fliegen gelernt haben, was alles viel besser... Aber, keine Sorge, dass sie das natürlich noch hinkriegen würden, es seien schließlich ein paar Tage Zeit bis zum großen Abflug…
Die ersten Übungseinheiten, stelle ich mir vor, werden vermutlich am Boden stattfinden – nennen wir es Positionsstehen; dabei muss jeder Kranich seine Startposition (in der Luft) erst einmal am Boden einnehmen. Das wird schwierig genug sein für den Capo, bis er alle da stehen hat, wo er sie haben will (ja, meine gender-gerecht-orientierten Damen, es kann auch eine Capeuse sein! Von mir aus).
Garantiert werden zwei oder drei Kraniche zum Positionsstehen zu spät kommen, andere interessieren sich mehr für das leckere Gras am Positionsstehplatz, dem sie nicht widerstehen können, und wieder andere werden irgendwelche alten Geschichten ´rumtröten (Sie erinnern sich an den anfangs erwähnten Lärm, den die Vögel zu machen im Stande sind?), die sie bei dem berühmten Sturmflug vor drei Jahren über den Pyrenäen erlebt haben, als nur drei von 20 gestarteten Vögeln durchkamen – und das alles nur, weil sie damals… Sie verstehen, liebe Leser?
Schnauze, werden sie vom Capo unterbrochen (eine Capeuse hätte höflich gebeten und wäre schon an dieser Stelle gescheitert), Schnauze habe ich gesagt, stillgestanden an der Position. Ist das etwa eine Position? Ist das etwa eine Haltung? Ist das etwa Gras im Schnabel. Ja, wo sind wir denn hier und so weiter, wer beim Bund war (egal ob männlich oder weiblich) weiss, wie das weiter geht…
Weil ein paar ganz blöde Gänse (unter Kranichen ist „Gans“ ein schweres Schimpfwort) ihre Position nicht finden werden alle losgeschickt, sich einen kleinen Stein zu holen und an die Stelle zu legen, wo ihre Position sein soll. Langes Hin- und Hergerenne, Suche  nach den richtigen Steinen, dann langes Hin- und Hergeschiebe der Steinchen bis die richtige Position gefunden wurde.
Der Capo rennt derweil flügelschlagend um die Staffel. Dann zeichnet er mit einem Stöckchen ein V in den Boden, alle müssen kommen und es anschauen. Das ist unsere Formation erklärt er! Dann ist wieder Formationsstehen angesagt. Jeder muss sich seinen Vorder- und Hinterkranich merken. Anschließend müssen alle (wild schnatternd) durcheinanderlaufen, nur, um und dann wieder ihre Position wiederzufinden.
Schließlich müssen sich alle beim Durcheinanderlaufen die Augen mit den Flügeln zuhalten und ihre Position „blind“ finden – Nachtflugübung nennt der Capo das, weil wir auch nachts fliegen, ohne Positionslichter. Top Gun weiß, wie schwierig das ist! Und wehe, ein Kranich bescheißt und pliert durch die Flügel… Ja, das gibt Ärger und mindestens eine Stunde Strafpositionsstehen.
Endlich, endlich heißt es, aufgemerkt, in dieser Formation will ich euch in der Luft sehen und jetzt Abflug und Einnahme der Position in 30 Sekunden, Flughöhe 100 – ab jetzt!
Allgemeines Geflatter (Lärm!), Durchstarten, Kraniche rauschen durch die Luft (Achtung, auch wenn Sie jetzt mitsingen wollen, es geht weder um Gänse, noch in der Nacht!), finden sich in Flughöhe 100 ein (Noch ein Hinweis: Flughöhe 100 reicht, Kraniche rechnen nicht in Metern!). Ein trompetenartiges Tröten des Capos und die Kraniche nehmen ihre Position ein. Jetzt ist es endlich ein Positionsfliegen, zumindest ein Versuch, aber kein Positionsstehen mehr wie am Boden…
Das V sieht zunächst wieder grauenhaft aus, der Capo ist entsetzt – er fliegt leicht außerhalb und oberhalb des V´s, um die Formation zu überwachen. Großer Kranich, denkt er (ein Mensch würde an dieser Stelle entweder Mein Gott denken oder gotteslästerlich fluchen), was soll das denn sein?
Letzteres trötet er auch heraus. Er fliegt zu einem Flügelmann und schnauzt ihn an, ob das etwa eine "Position" sei? Der fällt fast vom Himmel, weil er vor Schreck das Flügelschlagen vergisst… Fliegen, brüllt ihn der Capo daher an, Fliegen geht mit Flügeln, ohne geht das tragisch aus…
Dann muss er zwei Kraniche zusammenscheißen, die sich im Flug Witze erzählen und deshalb die anderen vor Lachen  aus der Reihe fliegen.
An dieser Stelle sollte eigentlich das Gespräch von mehreren Kranichinnen kommen, die sich während der Flugversuche über Nestbau, Nestpflege und das Eierlegen unterhalten. Aber die Redakteursgattin meinte nur süffisant, wenn DU meinst, DU könntest dich in Eier legende Kranichinnen hineinversetzen… Um den Familienfrieden im Urlaubsdomizil zu erhalten, verzichtet der Redakteur an dieser Stelle auf diesen Teil der Geschichte, schade.
So geht das den lieben langen Tag, starten, V-Fliegen, landen, starten, V-Fliegen und dabei Schnabel halten - unterbrochen nur, wenn unten ein leckeres Feld zur Rast lädt. Ich hatte schon erwähnt, auch das Dickfressen gehört in der Gegend zwischen Ummanz und Zingst dazu. Auch gilt unter Kranichmännchen ein rundliches BBW-Weibchen als besonders schön, welches sie gerne unter Abschmettern von Liebeströtern umfliegen (glaube ich, das ist aber wissenschaftlich ausnahmsweise nicht belegt, aber nur vom Schreien der Capos bzw. Capeusen kann der unsägliche Lärm nicht kommen. Außerdem heißt es. SEX SELLS, Sie verstehen?).
Das gibt natürlich schon wieder Ärger mit dem Capo, kommt bei den Kranichinnen aber gut an. Erklären würde es aber einige der abstrusesten Luftbilder, die ich beobachtet habe. Vielleicht ist das Beinahe-von-hinten-Auffliegen ja auch gar kein Unfall, sondern ganz etwas anderes?
Das ist natürlich nicht alles, was sich in der Luft so abspielt, aber irgendwann sind die V´s in Ordnung und der große Flug gen Süden kann kommen. Eines Tages im Oktober sind plötzlich alle Kraniche weg. Und himmlische Ruhe herrscht im herbstlich-nebligen Naturschutzgebiet, aber dann sind wir schon lange nicht mehr da… Denn dann ist das Wetter hier ungemütlich, nur für Einheimische zu ertragen, die eh nix anderes kennen. Und im März rauscht es wieder in der Luft, dann kommen die Kraniche (nicht alle! Wir gedenken denen, die es in Portugal als sog. "delicioso grande pássaro de Rügen" [= "leckerer großer Vogel aus Rügen"] nur in die Töpfe der Einheimischen geschafft haben, in einem Moment der Stille... Wenn Sie sich bitte kurz erheben wollen… Danke, setzen!) zurück aus dem Süden, sie bleiben nur kurz, um hier zu schnattern und zu fressen, und fliegen dann weiter in ihre Brutgebiete im Norden (und der ist weit). Und dann ist da die Hölle los. Aber das ist nicht mehr unsere Geschichte.
Aber - und das ist dann wieder unsere Geschichte - im nächsten August ist hier wieder die Hölle los.


* Zu der Zeit hat Schweinsteiger noch gespielt, und zwar bei Bayern, noch nicht bei Mourinho nicht gespielt


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Kurzkrimi. Der Gurkenmord

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Klaus Bock
Der Münchner Gurkenmord

Eine aberwitzige Geschichte vom Hübnerplatz, die nicht ganz ernst gemeint ist.

Natürlich muss der Autor aus gegebenem Anlass darauf hinweisen, dass alle Personen (bis auf Frau Z, Frau R. und Herrn F.) und die Handlung, die vor allem, frei erfunden sind!!! Den Laden gibt es dagegen tatsächlich - und erst recht die göttlichen Gurken.


©Klaus Bock, 2014, VEB QUERSTROM


Natürlich kennen Sie die Geschichte vom Münchner Gurkenmord, die war ja lange genug in der Presse, der bunten, der mit den roten Balkenüberschriften, den großen Bildern und kurzen Texten. Aber man weiß ja, dass man denen nicht alles glauben darf – oder besser: Nichts! Sie werden sehen …
Und natürlich gibt es eine andere Version dieser Geschichte, die richtige. Die würde ich Ihnen gerne erzählen. Auf die Gefahr hin, dass Sie hinterher enttäuscht sind, weil alles nicht ganz so sensationell war… aber diese Variante hat den Vorteil, dass sie wahr ist. Total wahr. So wahr mir…, gut, mir ist wenig heilig, deshalb vielleicht lieber „beim Leben von Tante Greten“!
Ich muss ein wenig ausholen, damit Sie alles wissen, nur so können Sie´s begreifen.
Also, wo fange ich am besten an. Vielleicht im Sommer letzten Jahres. Da waren wir, Monika und ich, im Urlaub auf Rügen. Oben links, kurz vor Kap Arkona. Ich hatte an dem Tag Küchen- und Kochdienst. Nun kann ich einigermaßen kochen, für den Hausgebrauch geht´s. Nur ein paar einfache Gerichte, die ich mir von Muttern abgeschaut habe, aber die schmecken auch: Rinder-Rouladen, Frikadellen, Kartoffelsalat (die schleswig-holsteinische Variante mit Mayonnaise), Frische Suppe, Königsberger Klops, gefüllte Tomaten, Kotelett mit Bohnen – solche einfachen Sachen. Die komplizierten Gerichte muss eh Monika kochen, damit sie gut werden.

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Kurzkrimi. Ich der Killer

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Aus unser Serie „UNGEWÖHNLICHE BERUFSBILDER VORGESTELLT“

Ich. Der Killer. Eine wahrlich absurde Geschichte

Für die ohne Humor: Nicht ernst gemeint!


Der Beruf des Killers, des Mörders, dürfte („gefühlt“) zu den zweitältesten Berufen der Menschheit zählen. Diverse Literatur-, Theater-  und Filmgattungen leben von der Beschreibung des Berufes. Dieser literarische Bogen spannt sich (mindestens) von der Bibel  über Shakespeare  bis zu Tom Clancy . Insofern ist anzunehmen, dass der Beruf in der Bevölkerung imagemäßig bestens positioniert ist. Trotzdem tut sich die Branche schwer, geeigneten professionellen Nachwuchs zu finden – Amateure versuchen immer wieder, als Quereinsteiger in den Beruf zu finden, im Regelfall scheitern sie nach dem ersten bis maximal dritten Mord kläglich und enden vor den Schranken von irgendwelchen Gerichten.
Nach der Verbüßung von Freiheitsstrafen von bis zu 15 Jahren in einschlägigen Fortbildungseinrichtungen ist ein Wiedereinstieg in den Beruf fast unmöglich. Und nur in Ausnahmefällen (mir ist eigentlich keiner bekannt) wird die Position freigehalten.
Aber auch für den professionellen Killer ist das Leben nicht immer so glamourös, wie es Filme und Romane zu schildern versuchen.
Denn man lebt einsam als Mörder, ehrlich!

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Geschichte. Die zue Tankklappe in Ratzeburg

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[Klaus Bock, August 2012] Wir waren zu zweit in Norddeutschland unterwegs. Ich wollte der Bayerin Monika zum ersten Mal (stolz) Land und Leute meiner Heimat in Schleswig-Holstein zeigen. Mit dem Flieger ging es nach Bremen (ja, ich weiß, das ist in Niedersachsen, nicht in Schleswig-Holstein - aber so sind wir eben geflogen und man muss ja bei der Wahrheit bleiben!). In Bremen mieteten wir ein Auto. Einen FORD KA – sie wissen schon, diese kleine Knutschkugel, in die gerade eben zwei ausgewachsene Erwachsene hineinpassen – gerade eben!
Bremen mehr oder weniger links liegen lassend ging es vom Flugplatz unter Absingen von Shanties wie "Hamburger Veermaster" und so (ich kann wirklich nicht singen, aber damals musste das sein) über Land nach Wischhafen und von dort mit der Fähe über die Elbe nach Glückstadt. Von Glückstadt ging es die Nordseeküste rauf in Richtung Dänemark, auf der Höhe von Sylt rüber nach Flensburg und dann zum Pölser-Essen (Pölser sind "leckere" dänische HotDogs, von denen ich vier bis sechs Stück verdrückte während meine Bayerin sie nach einem interessierten Bissen verschmähte) über die dänische Grenze und dann die Ostseeküste wieder runter bis nach Lübeck. Von dort bogen wir dann wieder ab in Richtung Hamburg und Bremen. Das kleine Autochen fuhr uns prima, problemlos.
In der Nähe von Ratzeburg verlangte es erstmals Futter in Form von Benzin. Also fuhren wir in einem kleinen Nest auf eine recht große Tankstelle an der Bundesstrasse.

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Geschichte. Als die Möwen Krähen waren - oder andersrum...

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[Klaus Bock, 12.2.12] Ich stamme aus dem hohen Norden Deutschlands und lebe in München. Ab und zu fahre ich gerne für ein paar Tage an die Nordsee, um mir den Wind um die Nase wehen zu lassen. Ich tue dann so, als ob ich immer noch Biologe sei: In Gummistiefeln und Öljacke mit Bestimmungsbuch und Fernglas stapfe ich irgendwo an der Nordsee doch durchs Vordeichland und versuche, die anwesenden Piepmätze zu identifizieren. Ab und zu habe ich einen „Treffer“, ab und zu!

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Wahre Geschichte. Lärm op´n Dörp

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Ein guter Freund ist vor einem Jahr raus aufs Land gezogen, ins Schwäbische. Früher har er oft und viel über den Lärm in der großen Stadt geklagt - der Hausmeister mit dem Laubpuster, der Hausmeister mit dem Rasenmäher (beide morgens um 7 Uhr), um nur zwei Lärmquellen zu nennen, ach ja, und hupende Autos ... Ich finde, er war schon ein bisschen sehr empfindlich!
Ich habe ihn jetzt weit draußen auf dem Lande besucht und gefragt, wie schön ruhig er es denn jetzt habe? Da hat er nur bissig gelacht: „Ruhig???", hat er fast drohend gesagt, "Ruhig? Wie kommst du auf ruhig? Dass ich nicht lache...“
Und dann hat er an die Redaktion geschrieben. Wir veröffentlichen hier den Wortlaut seines Briefes. Viel Spaß…:

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Wahre Geschichte. Nordlandfahrt

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[Klaus Bock, 21.8.12] Eigentlich, habe ich mal gelesen, fängt man keine Geschichte mit „eigentlich“ an. Nun wollte ich meine Geschichte eigentlich ja auch mit „unlängst…“ beginnen, aber nach längerem Zögern fand ich, dass sei auch kein wirklich guter Einstieg. Nee, irgendwie nicht, jedenfalls keineswegs befriedigend. "Obschon" geht auch schon mal gar nicht, das war von Anfang an klar, oder haben Sie schon mal eine Geschichte mit "obschon" als Beginn gelesen? Ganz abgesehen davon, dass ich ja auch gar nicht weiß, ob es eine gute Geschichte werden wird.

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