Meine Zeitreisen

Überarbeitete Version vom September 2022

 

Bemerkung zur folgenden Geschichte

Eigentlich müßte es heißen: Notwendige Bemerkungen zur folgenden Geschichte um meine Zeitreisen.

„Wie kommt man nur auf so etwas,“ werde ich hin und wieder von Lesern meiner Geschichten gefragt. Das ist die höfliche Umschreibung für „Wie kommst Du nur immer auf solchen Blödsinn“? Weiß ich auch nicht. Vielleicht liegt es an einem (?) Knoten im Hirn? Früher hatte ich häufig Kopfschmerzen… Auf die folgende Geschichte bin ich übrigens gestoßen, als meine Katze mich im Juli ´22 morgens um 04.30 weckte, damit ich ihr endlich ihre Frühstücksdose öffnen sollte.

Es war schon hell. Ich konnte nicht wieder einschlafen, und setzte mich ins Licht, um der Sonne bei ihrem Lauf zuzuschauen. Irgendwann, es mag 04.47 oder so gewesen sein, schloss ich die Augen, und so langsam erschien die Geschichte – pling! aus dem Nichts oder aus der Sonne. Ich bin dann zum PC gegangen und musste sie nur noch von dem Film abschreiben, der vor meinen Augen ablief. Insofern kann ich nichts dafür.

Der Reiz der Geschichte liegt für mich in der verprökelten Vermischung von stimmenden Fakten und erfundenem Blödsinn. Mir macht so etwas Spaß! Am schönsten wäre es, wenn sich der geneigte Leser der Story einfach hingeben und ob des Unsinnes, den er liest, ab und zu auflachen würde. Nur glauben sollte er nichts, es könnte doch wahr sein!

Übrigens hatte Albert Einstein meines Wissens keine Geschwister B. und C. Und ganz wichtig, der Hinweis sei erlaubt, ist der zweite Mond. Gut, das wäre das, lassen wir die Geschichte beginnen, sonst geht es nie los…


Zeitreisen nach B. Einstein

Ich sehe die ersten gebildeten Leser jetzt schon den Kopf schütteln… B. Einstein? Ist der blöd, der Autor? Sie überlegen gerade, ob es sich um einen Tippfehler handeln könnte und falls nicht, ob Sie sich solchen Quatsch antun sollen, oder ob es für Sie etwas Besseres zu tun gibt? Lesen Sie weiter, es wird lustig!

Klar, denken Sie, wenn schon Einstein, dann A. Einstein und nicht B., und der hat sich garantiert nicht mit Zeitreisen beschäftigt. Nein, hat er nicht, denn es war tatsächlich B. Einstein, Benyamin Einstein, der nur den wenigsten Menschen bekannte zweite Drilling von Albert. Benyamin war Albert natürlich wie aus dem Gesicht geschnitten. Die dritte Drilling war natürlich Schwester Camilla. Die dürfen Sie sich wie eine junge Camilla (die von King Charles IIIrd) vorstellen. Dass Albert, der wiederum Benyamin wie ein Drilling dem anderen gleich, einer von drei Drillingen – und dann noch der am wenigsten begabte von ihnen war – ist so gut wie gar nicht bekannt.

Dass nur Albert – und dann noch als Genie – bekannt geworden ist, hat seinen Grund in einer Zeitreise Benyamins im Jahre 1945, der damals ins Geburtsjahr der drei zurückkehrte, um alle existierenden Unterlagen über sich und Camilla zu löschen. Das wiederum hatte seinen Grund in einer Zeitreise-Katastrophe seiner Schwester Camilla aus dem Jahr 1905. Aber das alles ist zwar wichtig, führt uns im Moment aber zu weit fort vom Thema „Zeitreise“.

Für die, die es interessiert, werde ich die Geschichte der Einstein-Kinder im Anhang ausführlich schildern. Im Moment muss Ihnen reichen, dass Zeitreisen tatsächlich möglich sind.

Zeitreisen sind aufregend, außerdem bilden sie! In der Zukunft werden sie die heute üblichen Schiffshoppelreisen von Hafen zu Hafen vollkommen verdrängt haben.

Sie sind akademisch vorgebildeter Leser, lasen die Überschrift und sagten kopfschüttelnd „so´n Quatsch, geht nicht! Auch nicht – und schon gar nicht – mit B. Einstein.“ Wa´rum sollten Sie´s auch gleuben. Sie haben es schließlich häufig genug in der Qualitätspresse gelesen, dass Zeitreisen für immer ein netter Traum bleiben werden. Tja, ´tschuldigung, sie vertreten zwar eine weit verbreitete und häufig geäußerte Meinung von modernen Journalisten[1], aber die ist leider falsch. Ich spare mir jetzt alle weiteren angebrachten Auslassungen über modernen Journalismus, ist besser so.

Sie sind nicht nur akademisch, sondern darüber hinaus auch noch physikalisch-mathematisch vorgebildet, und können aus der Relativitätstheorie mit einigen Gedankenexperimenten mit bewegten Uhren, aufeinander zurasenden Eisenbahnzügen und Maximalgeschwindigkeiten IM Raum sowie aus der String-Theorie und auch überhaupt ableiten, dass Zeitreisen nicht funktionieren können? Hhm, guter Versuch, aber das steht bei A. Einstein zwar so genau nicht drin (er spricht nämlich nicht über den Raum ansich! Ich verweise nur auf die Inflation des Universum, die war überlichtschnell)  – aber immerhin. Wie gesagt: Guter Versuch. Leider, leider immer noch daneben.

Ich sage nur: Schauen Sie nachts manchmal zum Mond! Wie viele sehen Sie?[2]

Sie bevorzugen nicht mathematisch-physikalische Gedankengebäude, also eher philosophische Überlegungen. Auch kein grundsätzlich schlechter Ansatz. Sie argumentieren dahingehend, dass, wenn es Zeitreisen gäbe, mindestens schon ein Zeitreisender bei uns aufgetaucht wäre. Darauf ich: 1) Wer sagt, dass es nicht so ist? 2) Vielleicht sind Zeitreisende schweigsame Gesellen? 3) Haben Sie alle Telefonzellen im Blick[3]?

Am schwierigsten sind meist Bedenken von Praktikern zu beantworten. Ein Handwerksmeister im Bereich GWS[4] sagte mir, Zeitreisen können nicht funktionieren, weil da Maschinen zur Erzeugung der starken Geisteskräfte beteiligt seien, und Maschinen neigten nun einmal zum Kaputtgehen. Das sei ein Naturgesetz. Das ist es zwar nicht, aber die Erfahrung bestätigt unseren Meister allemal. Die Maschinen müssten folglich gewartet werden. Und wo, bitte schön, seien die ausgebildeten Zeitmaschinen-Wartungstechniker? Da gäbe es ja nicht einmal Ausbildungsvorschriften! Klar, der Mann hat natürlich recht, aber die Antwort ist einfach auch verdammt überzeugend: Die Maschinen werden in der Zukunft gewartet. Ha! Und die Wartungstechniker müssen kleinere Testzeitreisen mit den von ihnen gewarteten Maschinen unternehmen – das hilft nach Erfahrungen in der Zukunft ungemein bei der Konzentration auf die Arbeit. Vielleicht eine Anregung für Architekten, die müssten eigentlich auch in den von ihnen entworfenen Häusern wohnen, zur Not auch strafwohnen.

Als letztes wird einer meiner Leser als Gegenargument mit Zeit-Paradoxien kommen: Wenn Zeitreisen möglich wären, könnte „ich“ in der Zeit zurückreisen, meinen Großvater ermorden (warum sollte ich das tun? Er war ein netter Kerl, soweit ich mich erinnere), und könnte deshalb nicht geboren werden, weshalb „ich“ meinen Großvater nicht ermorden könnte, also geboren würde, um ihn doch ermorden zu können. Sie verstehen? Dieses sog. Paradoxon ist meiner Meinung nach etwas für Alexander d. G. im Sinne des Gordischen Knotens.

Auch ein netter Versuch, das gebe ich zu, aber leider auch falsch. Denn die Argumentation geht u.a. davon aus, dass die Zeit ein gerader „Zeitstrahl“ ist – ist sie aber nicht. Die Zeit verläuft nämlich nicht stur geradeaus, sondern sie verläuft nicht nur gewunden, sie prökelt auf ihrem Weg in Richtung Zukunft sogar vor sich hin. Klar, im Großen und Ganzen verläuft sie schon in Richtung Zukunft – aber eben prökelnd. Prökelnd? Einer von diesen neumodischen Fachbegriffen, die man eigentlich nicht kennt, einer der wenigen nicht-denglischen, übrigens. „Prökeln“ hat sich in der Zeitfachwelt inzwischen weltweit in allen Zeiten und Sprachen durchgesetzt, etwa so wie „Kindergarten“.

Aber was bedeutet es nun? Ein Bild mag es verdeutlichen: Stellen Sie sich einen heißen Magma-Fluss eines tätigen, aber nicht sehr produktiven Vulkans vor. Die wenige produzierte Magma läuft träge und dickflüssig langsam den Vulkanhang hinunter. Wenn sie auf einen großen Stein, Marke und Größe „Klamotte“, trifft, der sich ihr strömungs- und schmelztechnisch widersetzt, sagt die Magma sich „na gut, wenn du nicht willst, dann eben drum herum…“ Sie verästelt sie sich, fließt um ihn, den Stein, herum, kommt hinter ihm wieder zusammen, läuft weiter bis zur nächsten Klamotte, aber nur um sich wieder zu verästeln. Mal dreht der Magmastrom in seinem unaufhaltsamen Fluss nach links, mal nach rechts, weil es dort jeweils steiler also leichter und ggf. schneller bergab geht. An Gegenhängen läuft das Magma rückwärts (!) oder es explodieren Magmaknollen in hohen Bögen rückwärts (!), und so weiter.

Zum Schluss (!) kommt die Magma zwar tatsächlich unten an. Geprökelt, nicht alle zur gleichen Zeit aber vollständig. Dazwischen – zwischen Auswurf und unten Ankommen – passiert mit der Zeit einiges, über was sich sogar die Zeit manchmal wundert. Und hier kommen die starken Geisteskräfte ins Spiel: Sie können die Magma auf geradezu irre Bahnen zwingen – eben auch rückwärts in Richtung Vergangenheit oder hüpfend in Richtung Zukunft. Ich sage ja: Geradezu irre, was die starken Geisteskräfte hier anrichten können.

Der Prökelstrom der Erde wird noch ca. 6 Milliarden Erdenjahre lang fließen bis die Sonne explodiert. Sie wird wirklich explodieren, das haben gleubhafte Zeitreisende gesehen und berichtet. Die Explosion der Sonne wird übrigens eine Wahnsinnsshownummer werden, berichten die, die es schon gesehen haben, sogar der echte Hammer aller Hammer… Das sagen also die, die es sich schon angeschaut haben. Dagegen soll das Ende des Universums, der „kalte Tod“ eine matte Sache sein, die anzuschauen sich wirklich nicht lohnen soll. Sagen auch wieder die, die zeitlich schon dort waren. Ich meine, wer will schon für das letzte einsam seine Bahn ziehende Photon eine Zeitreise über fast 10100 Jahre machen?

Dieses oben beschriebene Bild vom Magmastrom ist der prökelnden Zeitzwar  so ähnlich, wie so ein Bild dem Original nur sein kann, aber es muss klar sein, dass es nur ein modellhaftes Bild sein kann.

Hatte ich schon erwähnt, dass das Zeitreisen ein mehrdimensionaler und dimensionsübergreifender Prozess ist, der in den Dimensionen 5 und darüber stattfindet?

Nicht? Komisch. Na ja, aber das ist doch logisch… Zunächst sind unsere drei üblichen Raumdimensionen (Dimensionen eins bis drei) und dann ist da die Zeitdimension. Das ist nach allgemeiner Übereinkunft Dimension Nummer 4. Und weil die Zeitreise also mindestens vierdimensional abläuft, kann der Zeitreisende während der Reise durch die Dimensionen 5 und mehr den prökelnden, teilweise glühenden und teilweise eiskalten Zeitstrom in allen seinen zeitlichen Verästelungen und Drehungen beobachten. Aber sei Sie versichert ein Blick aus der fünften Dimension kann verwirren, wenn man das nicht gewohnt ist.

Bedenken Sie weiterhin: Wie sollte all das Zeitgeschehen – und wir sprechen hier ja nicht nur von der Erde sondern von einem Universum! –  denn auch parallel in einem dünnen für sich betrachtet ja eindimensionalen Zeitstrahl (der 4. Dimension) ablaufen, nein, die Zeit ist selbst natürlich ein mehr- und bruchteildimensionaler temporaler Prozess in den Bruchteildimensionen 4a, 4b, 4c bis 4h und dann wieder 4r bis 4w, in dem vieles resp. alles parallel stattfinden kann und stattfindet. Und eben auch die schon angesprochene Prökelei.

Ich gebe zu, dass das einen für Menschen neuen und wenig bequemen, weil kaum verständlichen Ansatz der Betrachtung der Zeit darstellt, der sich aus den Beobachtungen meiner Zeitreisen ergibt. Ich bin natürlich nicht der erste, der davon berichtet, das werden kompetentere Zeitbeobachter viel exakter als ich es könnte, in der Zukunft vor mir getan haben.

Die Theorie der Bruchteildimensionen muss von irdischen Wissenschaftlern erst noch erarbeitet werden, glauben Sie es mir bis dahin einfach. Aber es ist doch so: Wenn es mehrere Dimensionen (mit dem Teiler 1) gibt[5], warum sollte es nicht auch Bruchteile (Teiler größer Nenner) davon geben. Klar? Klar!

Verlassen wir also mit unseren Erkenntnissen die langweilige und komplizierte Zeittheorie und kommen zurück zur Praxis. Denn das alles erschlagende Argument, dass Zeitreisen eben doch möglich sind, lautet schlicht und einfach: Ich habe mehrere Zeitreisen unternommen, nicht nur ich übrigens.


Ggf. überlesen!

Okay, ist noch nicht klar geworden. Nehmen wir ein Beispiel.

Die dritte Dimension: Im Zähler 3 für „Dimension 3“, im Nenner 1, also 3/1 macht glatt Dimension 3 oder 3. Dimension. Dasselbe gilt für die übergeordneten Raumdimensionen 5 (5/1) bis 9 (9/1) in der Quantentheorie.

Nun die Bruchteildimensionen der Zeit. Da ist es etwas im Prinzip gleich, nur anders: Im Zähler 4 für „Dimension 4“, im Nenner ci; (ci >Nenner)  macht Dimension 4/ci (4 Cetel), wobei c die Werte a bis h annehmen kann. Jetzt ist aber wirklich alles klar, oder?


Diese Bruchteildimensionen 4/ci stellen jeweils ein Prökel einer Dimension (das sind diese heißen Fließdinger, die auseinander- und wieder zusammenfließen) dar. War jetzt doch wirklich ganz einfach. Noch einfacher kann ich´s nicht erklären.

In der Literatur sind mehrere überzeugende Belege von Zeitreisen publiziert worden – jede Stadtbibliothek wird inzwischen voll davon gewesen sein, einfach mal reinschauen und die nette Bibliothekarin fragen. Sehr eindringlich ist zum Beispiel der Bericht von Douglas Adams[6].

Gut, zugegeben, ich muss eine gewisse (geringe) Einschränkung machen: Erst seit oder falls der zweite Mond[7] am Himmel steht, haben sich – das ist nur den Wenigsten bewusst – einige Naturkonstanten minimal verändert, was die Zeitreisen erst ermöglicht hat.

Ich habe oben geschrieben, dass ich mehrere Zeitreisen erlebt habe. Stimmt. In der jüngeren Vergangenheit habe ich Reisen mit zukünftigen Anbietern unternehmen können: „Aussterben der Dinosaurier“, „Rom/Kolosseum“, „Russische Revolution“ und „Ermordung Kennedys“.

Jede einzelne meiner Zeitreisen war eine ganz besondere Erfahrung. Wirklich. Und zwar in mehr als einer Hinsicht.

Zum einen: Das Zeitreisen an sich ist ganz okay, die körperliche Belastung ist gering, seitdem Maschinen die Großen Geisteskräfte erzeugen. Das Ankommen in der Zielzeit ist dagegen noch ein unangenehmer Prozess. Ich habe noch keinen Zeitmitreisenden erlebt, der sich bei der Ankunft in der Zielzeit nicht „die Seele aus dem Hals gekotzt“ hätte. Das ist das eine. Das andere ist, dass es sich natürlich um eine persönliche Wahnsinnserfahrung handelt.

Überlegen Sie einmal: Sie treffen Menschen wie Zeus, Caesar, Lenin oder Ho Tschi Minh persönlich – die Herren sind schon beeindruckende Persönlichkeiten, junge, junge. Die temporale Rundreise zu den US-amerikanischen Präsidenten kann man sich dagegen locker sparen, habe ich mir von Reisenden sagen lassen, die die Reise gemacht haben – lauter Pappnasen, habe ich mir sagen lassen. Übrigens auch die kommenden…

Von Caesar habe mir sein wichtigstes Werk, die „Commentarii de bello Gallico“ in der berühmten handschriftlichen Ausgabe mit den Kommentaren Ciceros von 33 v. Chr. signieren lassen. Die Ausgabe kannte er ja nicht, da er zu dem Zeitpunkt schon ermordet worden war. Er war fasziniert von der Idee der Zeitreise, wir sind aber nie dazu gekommen, ihn einmal in die Jetztzeit mitzunehmen. Der Mann wäre mit seinen rhetorischen Fähigkeiten die Sensation in jeder Talkshow gewesen. Einen Lindner, Habeck oder Merz hätte mit einem lateinischen Halbsatz (z.B. „si tacuisses…“ ) rhetorisch „so nebenbei“ erledigt. Na ja, eigentlich ja auch keine große Kunst bei dem Training mit Cicero und dann den modernen Möchtegern-Phisophen-Gegenübern. Ich bin ganz sicher, dass Maischberger oder Lanz bei ihm ganz zahm kuschen würden… Vor allem, wenn er ein paar Prätorianer mitgebracht hätte. Abschließend kann ich nur sagen, der Mann in seinen Sandalen, nackten Beinen  unter kurzem Röckchenund imr dem Prachtpanzer IST römisches Imperium pur – eine wahre Pracht, glauben Sie mir.

Auf derselben Reise hatte ich eine Zeitexkursion zu Kleopatra gebucht. Das war auch nicht schlecht: Kleopatra live, Besuch bei ihr in Eselsmilch… Toll, obwohl,ich sagem muss, an Elizabeth Taylor kommt das Original natürlich nicht heran. Keinesfalls. Schon weil sie eine verdammt große Nase ihr Eigen nannte und Pickel hatte, einen im Vergleich zu kleinen Busen und einen zu dicken Po. Gut, für Caesar reichte es… Er suchte ja auch keine neue Frau, sondern er wollte vor allem die reiche Kornkammer Ägypten! Aber für damals war sie sicher ein echter „burner“… Na ja, und „mitgenommen“ hat er sie natürlich allemal. Von meetoo war damals keine Rede. Unterhalten konnte man sich als Zeitreisender mit ihr allerdings nur in Latein über einen Eunuchen als Altägyptischdolmetscher.

Von der gebuchten Zielzeit der Reise im Jahre 100 n Chr. haben wir mehrere kleinere Zeitsprünge unternommen – u.a. eben nach 33. V. Chr. und 40 v.Chr. sowie eben die Kleo-Reise in 50 v. Chr. Ich werde auf die „Coloseum Experience“ noch zu sprechen kommen.

Vor 66.040.000 Jahren

Zunächst will ich von der Zeitreise zum Aussterben der Dinosaurier berichten. Dieser Event fand am 17. Juli 66.040.00 v. Chr. statt. Das genaue Tagesdatum des Asteroiden-Einschlags hat man übrigens erst durch diverse Testzeitreisen ermitteln können.

Nun sind Zeitreisen über so lange Zeiträume nie ganz genau. Man reist also erst einmal rund 70 Millionen Jahre zurück, schaut, wann genau man gelandet ist und unternimmt dann mehrere zeitliche Annäherungssprünge, in diesem Fall zunächst 4.000.000 Jahre wieder vor ins Jahr 66.000.000 v. Chr. und erst in einer dritten Annäherung dann über 40.000 Jahre endlich ins Zieljahr 66.040.00 vor Chr. Das sind, Sie haben mitgezählt, drei Zeitsprünge mit dreimal „Seele aus dem Hals…“. Nicht sehr angenehm, geht aber nicht anders. Und doch hat jeder Teilnehmer mir versichert, dass die Reise sich trotz der Kotzerei „aber sowas von“ lohne...

Zunächst einmal, Donnerechsen sind schon „der Wahnsinn“ ansich. Im Jahre 70.000.000 v. Chr. leben die ja noch so vor sich hin. Kein gedanke ans kommende Aussterben. Nicht bei den Sauriern.

Donnerechsen? Sie müssen mal eine Herde Brontosaurier á 25 bis 30 Tonnen in vollen Galopp über die Savanne erlebt haben, um den Begriff „Donner“echse zu verstehen. Wie gesagt, da hat noch keine Donnerechse an die Totalaus­löschung mit Klimakatastrophe 4 Millionen Jahre später gedacht – übrigens war das die Mutter aller Klimakatastrophen!

Manche von diesen Viechern sind wirklich riesig. Wenn ich riesig sage, dann meine ich auch riesig. Unglaublich riesig. Das sind langsame Pflanzenfresser, sehr langsam, denen kann man beim Fressen unterm Bauch durchlaufen. Das merken die nicht einmal. Aber man muss schwer aufpassen, wenn die mal „müssen“. Dann darf man sich nicht gerade hinten untern Tier befinden, wirklich nicht. Das Tier kennt da auch keine Rücksicht, es legt einfach los. Das kann nicht etwa „ins Auge gehen“, da geht es plötzlich um Leben und Tod. Aus den Tieren kommt es dann ganz gewaltig heraus, über Minuten! Sie verstehen mich? Da redet die Paläontologie natürlich nicht drüber…  Und „Jurassic Parc“ zeigt solche Szenen auch nicht.

Andere Saurier sind klein, intelligent und schnell. Und wenn ich intelligent und schnell sage, dann meine ich verdammt intelligent und verdammt schnell, die laufen Dir eher unter dem Bauch durch und beißen Dir dabei wichtige Teile weg. Ich glaube, die tun das aus Spaß oder einfach, weil sie es können. Die Zeitguides warnen unermüdlich vor ihnen. Die Intelligenten und Schnellen jagen in Gruppen – und wenn Du da als Zeitreisender nicht aufpasst, wirst Du eben mal frisches Dinofutter, die finden uns einfach lecker, hatte ich den Eindruck.

Andererseits schmecken gebratene Dinossteaks ziemlich nach (eher zähen) Hühnchen; kein Wunder, sind die Hühnchen und andere Vögel doch die letzten überlebenden Nachfahren der Saurier.

Dieser Rex, also dieser Tyrannosaurus rex…, Sie wissen schon, wen ich meine – na ja, eindrucksvoll, aber auch irgendwie überbewertet. In Jurassic Parc kommt er als Böser besser rüber. Klar, diese stechenden Augen können einem schon Angst einjagen. Wenn er Dich so auschaut, fragst Du Dich unwillkürlich, ob und wie Du wohl schmeckst? Andererseits die Ärmchen sind irgendwie lächerlich bis komisch. Aber um den macht jeder Zeitreisende einen Bogen, obwohl die Zeitguides gesagt haben, dass die meistens nur Aas fressen. Was mich dabei gestört hat, war das „meistens“! Oder wie verstehen Sie meistens, doch jedenfalls als nicht immer, oder? Und nicht immer verstehe ich wiederum so, dass sie schon auch mal Frischfleisch mögen. Aber als Frischfleisch habe ich mich noch nie betrachtet.

Außerdem stinken sie gotteserbärmlich – Zähneputzen war damals bei aller Intelligenz offenbar noch nicht erfunden. Mit ihren Stummelärmchen können die sich auch keine Fleischreste zwischen den Zähnen rauspuhlen, und für Zahnstocher reichte die Intelligenz damals denn offenbar doch noch nicht. Walrossmännchen auf Südgeorgien sollen heutzutage einen vergleichbaren Mundgeruch ausströmen.

Manche Dinos legen ihre Eier in so etwas wie Dino-Dörfern ab, die schon allein wegen der Größe der einzelnen Nester (= „Dinohöfe“) und dem erforderlichen sozialen Abstand von Nest zu Nest die Größe von Mittelstädten um 2020 haben. Kein Wunder, wenn die einzelnen Bewohner Längen von 40 Metern haben.

Manche Zeitreisende buchten auf meiner Reise vom warmen Wasser eines tropischen Flachmeeres – der spätere Golf von Mexiko – begeistert, die angebotenen Tauchtouren. Das Wasser weist in der Tat sehr angenehme Badetemperaturen auf. Temperaturen, die zum Baden und Tauchen wirklich einladen.

Aber das war nichts mehr für mich, nachdem ich gehört hatte, dass über 25 Meter lange Plesiosaurier solche Badewannentemperaturen auch bevorzugten. Sie kennen sie natürlich, diese fischförmigen Plesiosaurier mit elend langem Hals, vier Paddeln und Schwanz. Bei den Wassertemperaturen könnte man sie für Lau“männer“ halten, aber die Zähne dieser Unterwasserkerle deuten eindeutig auf ein Leben als sehr aktiv jagende Fleischfresser hin, also gar nicht „lau“.  Bei so einem Treffen mit Plesiosauriern braucht es viel Glück – nein, nicht um die Plesiosaurier zu sehen, die kommen schon von ganz allein, es geht vielmehr darum, von ihnen nicht gesehen zu werden! Denn vom Plesiosaurier gesehen werden ist gleichbedeutend mit vom Plesiosaurier gebissen werden, und vom Plesiosaurier gebissen zu werden bedeutet, vom Plesiosaurier gefressen zu werden. Das geht dann ganz schnell, zappzerapp. denn der tauchende Mensch ist nicht mehr als ein Happen für einen ausgewachsenen „Plesio“…

Manche Taucher hatten einfach kein Glück. Dann rauschte das Wasser für einen Moment, und man sah durch den Glasboden des Bootes die oben beschriebene Beiss-Fress-Kaskade, die man lieber nicht gesehen hätte… Das Ganze ist dann eine Art Seebestattung der etwas anderen Art.

Dementsprechend kamen nicht immer alle, die eine Tauchtour begonnen hatten, auch zurück… Ist schon irgendwie komisch, wenn auf dem Grabstein als Geburtsjahr 1985 n. Chr. und als Sterbejahr ca. 65 mio v. Chr. steht.

Der die Saurier über und unter Wasser auslöschende Asteroid von etwa 14 Kilometer Durchmesser schlug damals mit einer Geschwindigkeit von geschätzten 20 Kilometern pro Sekunde (Sekunde!) bekanntlich in der Gegend nördlich der heutigen mexikanischen Halbinsel Yukatan ein. Direkt ins Einschlagsgebiet konnte man natürlich nicht reisen. Das wäre zwar eventuell noch eindrucksvoller gewesen, als sich das Ganze von Kolumbien aus anzusehen, aber im direkten Einschlagsgebiet würde man einfach vermust werden. Nicht gut. Also doch besser Kolumbien.

Man verbringt bei der „Dino Extinction Experience“ ca. 1 Woche im Jahr 70.000.000 v. Chr., dann geht´s für die nächste Woche ins Extinction-Jahr 66.040.000. Zu Beginn dieser zweiten Woche kann man den Asteroiden noch nicht sehen, der befindet sich ja noch im Anflug auf die Erde und der Einschlag passiert erst am Tag 5 der 7tägigen Tour. Bis dahin geben Zeitguides weitere einführende Vorträge zum Beispiel über den jeweiligen Ort des Asteroiden, seine Flugbahn und verbleibende Restzeit bis zum Einschlag. Außerdem werden verschiedene Exkursionen angeboten. Die Guides zeigen auch Reststücke der Asteroiden-Bruchstücke, die einschlagen werden, die sie auf anderen Zeitreisen geborgen haben werden.

Und dann kommt tatsächlich der Asteroid! Oh man, das ist eindrucksvoll. Erst sieht man wirklich nicht viel, nicht einmal mit den mitgebrachten Teleskopen aus der Zukunft, dann glüht der Himmel für ein paar Sekunden, schließlich brennt er – und dann rumst es auch schon!

Bei 20 Kilometer/Sekunde Einschlagsgeschwindigkeit hat er die 100 Kilometer Erdatmosphäre – das kann man auch ohne Taschenrechner ausrechnen –  in wenigen Sekunden durchschlagen. Man ahnt mehr, als dass man es sieht, wie das Ding kurz vor dem Aufprall in mehrere Brocken zerbricht. Man hört noch nichts, der Schall ist gegenüber dem Licht viel zu langsam. Und wenn die Teilbrocken einschlagen, glauben Sie mir, das sind die Mütter aller Rumse, wirklich. Ich sage das einmal so: Halb Mexiko verschwindet in Feuer, Kolumbien wackelt – die oben offene Richterskala erhält für diesen Impact eine exponentielle Erweiterung in Richtung 100! Und dann kommt schon die unglaubliche Hitzewelle, die alles Leben auslöscht. Die überleben die Zeitreisenden nur, weil sie sich in einem Thermopanzer befinden. Die Hitzewelle rast mehrfach um die Welt und verbrennt so ziemlich alles, was sich nicht zufällig gerade unter dem Erdboden in relativer Sicherheit befindet. Die Guides halten Steaks durch Thermoschleusen, die in der heißen Luft innerhalb weniger Minuten „medium“ gebraten sind.

Von wegen Paradies mit gebratenen Tauben, die da rumfliegen – das ist nix im Vergleich mit den gebratenen Sauriern, die hier plötzlich herumliegen. Es riecht wie in einer indonesischen Strandfleischbratküche, allerdings nicht lange, dann beginnen erst die Fäulnisprozesse und dann der „nukleare Winter“, der ein paar Jahre dauert. Die sehr wenigen Saurier, die den Einschlag z.B. in Kolumbien überlebt haben, ziehen verletzt, angekokelt und orientierungslos durch die Landschaft. Keiner denkt in dem Moment noch daran, den anderen zu fressen. Mancher wäre wahrscheinlich froh, wenn er jetzt noch gefressen würde. Aber es herrscht Appetitlosigkeit. Ein paar Tage später sind alle Saurier im Großraum Amerika-Mitte und -Nord tot. Ein paar Wochen später auf der ganzen Welt. Und man könnte jetzt auch Tauchen gehen…

Aber bis dahin waren wir schon wieder zeitfort. Und als wir schon wieder zeitlich zuhause waren, begann die nächste Phase des Großen Aussterbens: Der Impact-Winter, der viele Jahre dauerte, und der alle die erledigte, die die Hitze z.B. in der Mongolei oder sonstwo überstanden hatten – bis auf ein paar kleine behaarte Säugetiere, die sich zu uns entwickeln sollten.

Die „Dino Extinction Experience“ ist eine der meistbesuchten Zeitreisen, irgendwann werden so viele Zeitreisende in Kolumbien vor Zeit sein („vor Ort“ passt irgendwie nicht), dass man sich gegenseitig auf die Füße treten wird.

Ab ins Alte Rom

Ganz anders ist es inzwischen bei der „Coliseum Experience“. Für diese TempTour sind die Reisekontingente seit einigen Unruhen im Alten Rom wegen der oder gegen die TempTouristen ganz strikt reguliert. Ist klar, oder? Die ersten Zeitreisegruppen haben natürlich die besten Plätze im Kolosseum schon früh am Morgen mit mitgebrachten Handtüchern besetzt und sich auch ansonsten danebenbenommen. Das Dumme war, die Römer kannten damals keine Handtücher und das damit verbundene Prinzip „Ich war schon da und komme bald wieder: Das ist mein Platz! Verpiss Dich!“

Als die TempTouristen dann später wieder an den besetzten Platz kamen, und die Römer die Handtücher als Geschenk des Kaisers betrachtet und als Sonnenschutz um den Kopf gewickelt hatten, kam es zu Prügeleien, auf die die römischen Krankenhäuser damals nicht eingerichtet waren. Röntgengeräte wurden zum Beispiel erst rund 1975 Jahre später verwendet.

Dauernde Fragen nach Coca-Cola, Hamburgern oder Bier, was es damals ja alles noch gar nicht gab (und alles natürlich auf Englisch, einer Sprache, die es auch nicht gab und wenn doch, dann nur von Sklaven aus Britannien teilweise verstanden worden wäre) nervten die alten Römer irgendwann bis aufs Blut. Nachdem einige leicht bekleidete weibliche Zeitreisende als Sklavinnen[8] billig verkauft worden waren, wurden strenge Bekleidungsregeln eingeführt, die das weitestgehend verhinderten. Außerdem gaben die All-inklusive-Zeitreisenden kein Geld im alten Rom aus, was sie, nachdem sich das herumgesprochen hatte, sehr bald verhasst machte.

Wenn da immer mehr Zeitreisende gekommen wären, wäre im Kolosseum bald kein Platz mehr für Römer gewesen… Inzwischen ist das so geregelt, dass die verschiedenen Zeitreisegruppen an verschiedenen Tagen kommen und in einem Block im Kolosseum ohne Kontakt zu altrömischen Ultras untergebracht werden. Gleich nach der Ankunft und dem damit verbundenen Auskotzen in einer Villa mit Garten hinter hohen Mauern, werden die Zeitreisenden von bewaffneten Gladiatoren ins Kolosseum – wehe einer versucht vom Weg abzukommen – und nach der Show wieder zurückgeführt. So haben sie kaum Kontakt zur Zeitbevölkerung, was die meisten Missverständnisse ausschließt.

Das Kolosseum musste vor der Beschränkung der Zahl der Zeitreisenden schon dreimal erweitert werden. Einst war das Kolosseum als eine ziemlich kleine Arena für ein paar mittelprächtige Gladiatorenkämpfe geplant gewesen – nix Großes!

Erst die Zeitreiseagenturen haben dann die Pläne, das Geld und Sklaven für die Bauarbeiten für die Erweiterungen mit- oder hergebracht. Außerdem waren die Gladiatorenkämpfe „vorher“ noch eine ziemlich maue Angelegenheit. Zwei ungleich bewaffnete mehr oder weniger kranke oder verletzte Gladiatoren-Sklaven traten gegeneinander an, der größere, schwerere, besser bewaffnete und besser trainierte Gladiator gewann. Immer. Na ja, einer war jedenfalls tot.

Erst als die Zeitreiseagenturen William Holden als Ben Hur und Russel Crowe als Maximus Decimus Meridius aus „Gladiatorals Ideengeber für die Spiele ins alte Rom gebracht hatten, kam Schwung in die bis dahin matte Sache. Außerdem überarbeiteten Filmarchitekten aus Hollywood die technischen Einrichtungen unter dem Arenaboden. Erst danach konnte das Kolosseum für Schiffe-Versenken-Spiele geflutet werden. Holden brachte den Jungs damals die Ultrakämpfe mit den Kampfwagen bei, Crowe zeigte den versklavten Gladiatoren, wie man richtig kämpft und vor allem sinnvoll und aussagestark leidet und „gut“ stirbt. Nur die Sache mit dem Tod des Kaisers kam bei dem nicht gut an und musste als Idee und Highlight möglichst schnell und unauffällig fallen gelassen werden.

Von da an brummte das Geschäft mit dem Kolosseum auch bei den alten Römern. Die waren begeistert von den neuen Spielen und deren „Choreo“ und kamen plötzlich in Scharen, und die Cäsaren fanden´ s gut, dass ihre Römer mit den Spielen zufrieden waren.

„Brot und Spiele“ des alten Roms wurden in Hollywood erfunden. Wen wundert´s?

Bei Zeitreisen trifft man ab und zu sehr interessante Leute aus den verschiedensten Zeiten, und man hört interessante Gesichten. So zum Beispiel die, wie das Schweizer Offiziersmesser zum Renner wurde. Lassen Sie mich sie Ihnen kurz wiedergeben: Mit dem „Offiziersmesser“ begann 1897 angeblich die Erfolgsgeschichte der Herstellerfirma Victorinox. Sie glauben, Sie kennen die Geschichte? Bestimmt nicht! Denn wie bei so vielen Produkten, die es aus der Zeit ins Heute des Jahres 2022 geschafft haben (z.B. der Schneebesen oder Kitchen Aid), ist es in Wirklichkeit eine Erfindung aus der Zukunft, die in die Vergangenheit transferiert wurde.

Das Messer wird um 2030 von Mitarbeitern der ETH Zürich Department of Materials entwickelt worden sein. Mehr oder weniger hilflose Versuche der Wissenschaftler einer Vermarktung werden scheitern – nicht kläglich, für ein paar Jahre Produktion reicht es schon, aber um 2050 wird diese eingestellt werden. Um 2070 – inzwischen ist eine neue Generation Marketingleute an der ETH im Geschäft, die systematisch nach cold ideas[9] mit „Potenzial“ suchen – werden die alten Pläne wieder hervorgekramt und so positiv bewertet werden, dass sie im Rahmen einer neuen Geschäftsidee unter dem Namen OFF (= Original From Future) ins Jahr 1895 geschickt worden sind.

Die Idee: Eine kleine unbedeutende Firma mit einer Handvoll Mitarbeiter, die billige Taschenmesser herstellen, die in Kaugummiautomaten als kostenlose Beigabe vertrieben werden, wird mit Kapital aus der Zukunft gekauft worden sein. Die neuen Besitzer werden sehr wenig Geld wird in die Produktionsabteilung oder Löhne gesteckt haben, das meiste Geld dafür in Marketing und Werbung –  so werden junge CH-Offiziere das Messer in seiner allereinfachsten Form zunächst geschenkt bekommen (die komplexeren Formen mussten sie kaufen), hohe Offiziere wurden an den Umsätzen beim Militär beteiligt. Das Messer „geht ab wie ein Rakete“ und wird zum Klassiker des 20. Jahrhunderts. So wird es gewesen sein, so und nicht anders.

Eine andere fast unglaubliche aber ganz sicher wahre Geschichte ist die der Retro-Nobelpreise für Literatur. Diese Retro-Literatur-Nobelpreise wurden nur einmal verliehen. Warum? Das Nobel-Komitee wird im Jahre 2150 entscheiden, einen Literatur-Nobel-Sonder-Preis gemeinsam an Caesar und Cicero für ihre überragende Bedeutung für die Lateinische Sprache zu verleihen. Grundsätzlich eine gute Idee.

Die beiden waren sehr überrascht, als ihnen die ins Alte Rom zeitgereisten Komitee-Mitglieder die Preise in einer intimen Feierstunde auf dem Forum Romanum vor etwa 25.000 geladenen Zuschauern verliehen. Vor allem waren sie aber von dem mickrigen Preisgeld überrascht oder enttäuscht – da gab es in Rom ganz andere Summen für viel weniger Ehre… Deshalb wurden die zeitreisenden Komitee-Mitglieder einigen wilden Löwen – ohne Gitter dazwischen – vorgestellt, und von diesen erwartungsgemäß zerrissen.

Weitere Reisen von anderen Komitee-Mitgliedern in die Antike werden meines Wissens danach nicht mehr stattfinden. Dabei wird ursprünglich geplant gewesen sein, einige „Alte Griechen“, die diese Ehre sicherlich auch verdient gehabt hätten, ebenfalls auszuzeichnen. Die überlebenden Nobel-Komitee-Mitglieder waren 2151 aber nicht mehr risikofreudig genug, um die Verleihung vorzunehmen.

Zeitreise zur „Russische Revolution“ nach St. Petersburg am 25. Oktober 1917

Ich war in einer kleinen Gruppe dabei, als mit dem Kanonenschuss des Panzerkreuzers "Aurora" der Startschuss für die glorreiche Oktoberrevolution Russlands gegeben wurde. Dann nahmen wir am Sturm der Rotarmisten des Winterpalais von St. Peterburg teil und fegten die Verteidiger des alten Systems geradezu hinweg. Vor der Erfindung der Zeitreise waren die Bolschewiki nur eine armselige und schlecht ausgerüstete Handvoll von Leuten. Erst mit dem Eintreffen der verschiedenen Zeitreisegruppen mit modernen Waffen nahm die Zahl der das Winterpalais Stürmenden und ihr militärischer Erfolg deutlich zu. „Tief-Eintauchen in die Historie“ nennen die Zeitagenturen so etwas. Das Besondere dabei ist, dass die Aktivitäten von Zeitreisenden im tatsächlichen Originalgeschehen rückwirkend temporalradiert (zeitlich ungeschehen gemacht) werden können, sodass diese Angebote in jeder Zeitreisendengruppe wieder als Originalerschießung o.ä. angeboten werden können.

Wir lernten Lenin – eine beeindruckende Persönlichkeit wie Caesar – und Trotzki kennen und machten temporale Exkursionen, um bei der Unterzeichnung des Friedens von Brest-Litowsk und der Ermordung der Zarenfamilie in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 im Keller des Ipatjew-Hauses in Jekaterinburg dabei zu sein. Gegen ein Extrahonorar darf man sich sogar aktiv an den Erschießungen beteiligen – wichtig natürlich die Möglichkeit der Temporalradierung (s.o.).

„Ermordung Kennedys“

Es sind meistens Republikaner, die diese Reise genussvoll buchen. Klar, oder? Das wundert niemanden. Diese Zeitreise ist einfach ein besonderes Highlight, denn nach 50 überbuchten Zeitreisen wird jetzt ein neues Prinzip bei dieser Tour ausprobiert: Vor Erfindung der Zeitreise waren die Straßen von Dallas von erstaunlich wenigen Interessierten gesäumt – Dallas war damals wirklich KEINE Hochburg der US-Demokraten. Die Fotos und Filme, die Sie kennen, weil sie heutzutage als Dokumentationen im TV gezeigt werden, und die viele Menschen zeigen – bis zu 200.000 sollen es letztlich gewesen sein – sind erst sind NACH der Erfindung der Zeitreise entstanden. Vor der Zeitreise waren es maximal 25.000. Kennedy soll sich auf der Fahrt beschwert haben, dass so wenig Jubelnde an den Straßenrändern standen. Er soll sogar von verlorenen Haufen gesprochen haben und wollte die Fahrt schon abbrechen, um mit Jackie irgendwo einen Hamburger zu essen. Es wird behauptet, ist in der Tat aber nirgendwo belegt, dass er mit einer Zeitreisegruppe im Nordkorea um 2020 gewesen ist, und dass er von daher wußte, wie eine gute Parade aussehen kann? Kennedy war ein eitler Mann, zu wenige Jubler soll er gar nicht gemocht haben… Möglich, dass er bei Kim war, ist es. Möglich ist auch, dass er Raketen- und Atombombenpläne gegen Jubelparadenpläne getauscht hat.

An manchen modischen Details erkennt die interessierte Fachfrau des Jahres 2022 im TV deutlich die Zeitreisenden, die vor Antritt der Reise noch nicht perfekt ausgestattet worden waren. Durch die Zahl der Zeitreisenden erscheinen die Zuschauer an den wichtigsten Stellendicht gedrängt. Kein Wunder, denn die Zeit­reisenden wissen schließlich, wo und wann das Attentat passiert ist resp. passieren würde.

Das oben angesprochene neue Prinzip besteht darin, die Zeitreisenden in Gruppen von jeweils 25 bis 50 Personen zum 22. November 1963 nach Dallas zu schicken. Sie erleben das Attentat dabei allerdings nur pseudolive in einer exakten Kopie der Bar von Jack Ruby durch Gedankenübertragung von speziellen Avataren. Hier kommen die Zeitreisenden in einer geschützten Umgebung an, kotzen sich friedlich aus, trinken ein Wasser und machen sich für das Attentat frisch. Nur die Avatare sind tatsächlich live vor Ort des Geschehens. Und glauben Sie mir, die sind perfekt. Und die besetzen natürlich die guten Stellen…

So wurden zwei neben dem Auto Kennedys einher laufende Sicherheitsbeamte ebenso durch Avatare ersetzt, wie der mutmaßliche Attentäter Harvey Oswald selbst und vier der Polizisten, die Oswald nach der Tat festgenommen haben.

Da Oswald ein von Moskau gesteuerter Attentäter-Kommunist war, wurde sein Avatar-Gehirn mit der gesamten klassischen Kommunismus-Literatur gefüttert, damit er später vor Gericht den überzeugten Kommunisten geben konnte. Dass es nicht dazu kam, weil Barbesitzer-Avatar Jack Ruby ihn – aus welchen Gründen und auf wessen Payroll auch immer – erschoss, war schade, aber vom Script her leider nicht zu vermeiden.

Die anderen Avatare übernehmen die Rollen von Zuschauern – natürlich von den besten Plätzen.

Die Zeitreisenden können jederzeit beliebig zwischen den Gedanken und Gefühlen eines jeden Avatars wechseln. Das ist im Grunde wie eine Teams-Sitzung, nur, dass jeder Zeitreisende jeder Teilnehmer der Sitzung sein kann.

Ausschließlich der Oswald-Avatar verfügt über einen Multiplexer seiner geistigen und körperlichen Empfindungen, sodass jeder einzelne der 25 Reisenden gleichzeitig alles fühlen kann, was Oswald tut und fühlt, also sozusagen selbst der Attentäter ist.

Das Ganze läuft unter der Bezeichnung „Oswald Experience“ und ist live und extrem befriedigend und wird gerne zusätzlich gebucht.

Oswalds Gefühle im Moment des Abdrückens sind aufgezeichnet worden und können als Emotio-Konserve jederzeit und vor allem auch zeitgedehnt immer wieder erlebt werden. Der pure Wahnsinn. Ist sein Geld wirklich wert.

Bei dieser „Oswald Experience“ wird übrigens klar, dass Oswald Kennedy gar nicht getroffen hat (sein Schuss war ein Fehlschuss), sondern dass ein zweiter Schütze ebenfalls aus dem berühmten Schulbuchlager geschossen haben muss, nein, hat.

Deshalb nenne ich Oswald oben auch „mutmaßlichen Attentäter“. Und ob er tatsächlich ein von Moskau gesteuerter Attentäter war? Das wissen nur die, die das Script für den Kennedy-Mord geschrieben haben. Wo? In Moskau? Bei der CIA? In der Mafia? Ich weiß es, darf es aber nicht verraten – buchen Sie die Zeitreise, und Sie erfahren es. Aber Sie müssen spätestens in Dallas ein Secrecy Agreement unterschreiben!

Man hat übrigens versucht, den Originalablauf des Attentats durch artifizielles Prökeln zu verhindern. Es hat sich aber gezeigt, dass

  1. der Zeitablauf eine gewisse Trägheit besitzt und
  2. Oswald nicht der alleinige Attentäter gewesen sein kann und
  3. Kennedy im geprökelten Zeitablauf (alternatives Geschehen) nicht getroffen wurde und also überlebt hat.

Aber bei allen Versuchen – und das waren viele – ist Kennedy noch am selben Tag gestorben: Er ist

  1. auf einer von Republikanern (Vermutung) heimtückisch gezielt gelegten Bananenschale ausgerutscht und tödlich gestürzt oder
  2. auf der Herrentoilette eines Etablissements erstochen worden oder
  3. an einem Knochen im Geflügelsalat des abendlichen Buffets erstickt oder
  4. er hat bei einem nächtlichen Telefonat mit einer überlebenden Doppelgängerin von Marilyn Monroe beim Onanieren einen tödlichen Herzinfarkt erlitten und ist gestorben oder ist
  5. von Jackie nach dem o.g. Telefonat mit einem Kissen erstickt worden.
  6. In weiteren Versuchsabläufen ist er – allerdings mit geringer Wahrscheinlichkeit – von Onassis über die Reling seiner Yacht „Christina“ geworfen worden, damit Jackie als Witwe heiratsmäßig wieder verfügbar wurde.

Nur eines hat er in allen Prökelungen nie: Den Tag überlebt!

Ich hoffe, ich konnte Sie mit meinen Zeitreiseberichten unterhalten und davon überzeugen, dass Zeitreisen tatsächlich möglich sind. Für weitere Informationen verweise ich Sie auf verschiedene Fachzeitschriften wie Tempus, Dr. WHO oder TimeTravel. Das sind die Besten. Buchen können Sie Zeitreisen in jedem gut sortierten Reisebüro. Lassen Sie sich nicht abwimmeln, wenn das Reisebüropersonal erst einmal „einen auf dumm macht“, von nichts wissen will oder Sie einfach los werden will. Die haben Zeitreiseangebote unter dem Tresen, garantiert! Verlangen Sie einfach nach Bückware-Prospekten o.ä.

Folgende  Zeitreisen plane ich noch

  • zum „Bau der Pyramiden (Ägypten)“ (vor allem für Architekten und Leute vom Bau interessant) – Mitarbeiten wird möglich und erwünscht sein, damit das mit dem Pyramidenbau damals endlich voran geht…
  • zur „Sintflut“ (mit Bau der Arche [Schiffbauer, Logistiker, Tierwarte. Regenbekleidung mitbringen]).
  • „Jesus“ (mit Stallbesuch inkl. Treffen mit den Heiligen 3 Königen, Kreuzigung und Auferstehung). Jeder Teilnehmer erhält einen Splitter vom Echten Kreuz (Schnitzwerkzeug wird mitzubringen sein!) und darf aus dem Heiligen Gral trinken: Unsterblichkeit ist ausdrücklich NICHT garantiert.

Ich habe noch verrücktere Sachen auf meinen Zeitreisen als die geschilderten erlebt, aber hätte ich Ihnen die hier auch noch präsentiert, würden Sie mir kein Wort mehr glauben, glauben Sie mir!

Falls Sie mitreisen wollen, gimme a call!

Die Einsteins

Am 14. März 1879 brachte Pauline Einstein eineiige Drillinge zur Welt: Die Knaben Albert und Benyamin und das Mädchen Camilla. Ich sehe die Skeptiker unter meinen Lesern schon wieder die Augenbrauen hochziehen: Eineiige Drillige und dann zwei Geschlechter… Doch, das geht, verdammt, die Einsteins haben es doch bewiesen.

Alle drei galten schon in früher Jugend als besonders lernwillig und intelligent – wobei der Albert gegenüber Bruder und Schwester allerdings körperlich und geistig bedenklich zurückblieb (er war mit 12 Jahren immerhin 3 cm kleiner als sein Bruder). Er galt somit als das Sorgenkind der Familie, als das kleine, aber eher liebe „Dummerl“ der Einsteins. Sein Bruder Benyamin schrieb seine erste wissenschaftliche Arbeit im Alter von 8 Jahren, er erst mit 16! Peinlich…

Albert – ??? – sollte später die Relativitätstheorie entwickeln und an der US-amerikanischen Atombombe mitbasteln – aber eben MITbasteln. Er musste sogar seine eigene Publikation mit der Hand abschreiben (!), damit sie als von ihm geschriebenes Original versteigert werden konnte. Das originale Original war angeblich vernichtet worden. Angeblich!

Benyamin und Camilla waren die Stars der Familie, mit drei konnten sie lesen, drei oder vier Fremdsprachen bis zum Plusquamperfekt II Konjunktiv sprechen und aus beliebigen fünfstelligen Zahlen die dritte Wurzel ziehen. Kleine Genies eben. Albert konnte da nicht mithalten, weshalb er später Beamter im Patentamt in Bern wurde.

Benyamin und Camilla machten ihr Abitur im Alter von 14 Jahren und Benyamin erwarb den ersten Doktortitel (Mathematik) im Alter von 18 oder 19 Jahren und den zweiten (Kosmologie) im Alter von 20 Jahren. Camilla studierte parallel Chemie, Physik und Biologie und erwarb die entsprechenden Doktorgrade 1900, 1901 und 1902.

Die beiden Überflieger teilten sich ein Labor in der häuslichen Villa. Sie lebten inzwischen von den Tantiemen, die einige von ihnen früh entwickelte Patente abwarfen. Wie gesagt, Albert konnte mit den beiden akademisch nicht mithalten. Aber fällt Ihnen etwas auf: Die beiden leben von Patenten und der Drilling arbeitet im Patentamt? Das hat doch ein Gschmäckle, oder?

Benyamin hatte die Idee der Zeitreise aufgrund der von ihm entdeckten starken und schwachen Geisteskräfte[10] entwickelt, die er während des Kosmologiestudiums an sich entdeckt hatte. Die starken Geisteskräfte nehmen im Laufes des Lebens eines Individuums stetig ab, die schwachen Geisteskräfte hingegen stetig zu. Am Lebensende werden die Summen der aktuellen Geisteskräfte addiert. Das Ergebnis ergibt die sog. „Seele“, ist die Summe >0, ist eigentlich alles gut, beträgt die Summe aber <0, kann das nachtodliche Dasein durch prä- und posttodliche Demenz unangenehm werden.

Während des Lebens können die starken Geisteskräfte allerdings für Zeitreisen eingesetzt werden. Können! Um eine Zeitreise ohne maschinelle Hilfe antreten zu können, bedarf es immens hoher Intelligenz und extrem starker Konzentration. Heute übernehmen das Maschinen, aber wir schreiben das Jahr 1905, da war an maschinelle Hilfe noch nicht zu denken, geschweige denn davon zu reden. Konzentration war das Zauberwort. Benyamin hatte einige kurze Zeitreisen in die Zukunft unternommen und sich von dort einige hilfreiche Werkzeuge und die Bücher von Douglas Adams[11] mitgebracht, die es in seiner Originalzeit noch nicht gab.

Außerdem hatte er die Publikation seines Drillings Albert „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“ gefunden, sie gelesen, sich darüber amüsiert und einige kleinere Fehler entdeckt, die er Albert unter die Nase rieb, worauf dieser aus der Allgemeinen die Spezielle Relativitätstheorie entwickelte.

Eines Tages, Camilla arbeitete auf ihrer Laborseite an einem Labortisch an der Entwicklung und Züchtung intelligenter Einzeller, die sie in einem Biorechner einsetzen wollte, der ihr lästige Routinerechenoperationen abnehmen sollte, und Benyamin startete einen ersten Versuch einer Zeitreise auf seiner Seite des Labors. Er arbeitete extrem konzentriert, als ihm plötzlich eine durch das Labor huschende Maus tatsächlich auf die Frage aller Fragen brachte, deren Antwort die ultimative „42“[12] ist. Das regte ihn für einen Moment so auf, dass seine Konzentration nachließ und es zu einem katastrophal unkontrollierten Zeitreiseereignis seiner Schwester Camilla kam, die mit einem Teil ihres Arbeitstisches, einer Handvoll bioelektrischer Chemikalien und einiger Glasgerätschaften ziemlich genau 4,8 Milliarden Jahre in die Vergangenheit geschleudert wurde. Das war jetzt zwar persönlich und familiär schade, aber mindestens genauso schade für die Menschheit war, dass Benyamin vor Schreck die Frage aller Fragen vergessen hatte. Denn diese Frage hätte die Menschheit mindestens so viel weitergebracht, wie Camillas Erfindung des Lebens am Anfang von allem.

Für Camilla war die Zeitreisekatastrophe eine Überraschung, und zwar eine, mit der sie nicht gerechnet hatte. Eher hatte sie erwartet, ihren Bruder einmal als Häufchen Asche im Labor vorzufinden. Für diesen Fall hatte sie übrigens immer Kehrschaufel und – besen im Labor, deren Sinn sie ihrem Bruder nie verraten hatte.

Jetzt befand sie sich also umara 4,8 Milliarden Jahre vor unser Zeitrechnung. Sie hatte Glück: Sie war allein, das Wetter war gut und ihr Tisch stand ziemlich gerade in der Landschaft, die Glasgerätschaften waren weitgehend heil geblieben. Sie schaute sich vorsichtig um, nein, kein Lebewesen zu sehen, kein Wunder, das Leben hatte sich ja noch nicht erfunden.

Also nahm sich Camilla der Sache an. Leben schaffen, das war eh ihr Ding! Außerdem würde sie bald etwas zu essen benötigen, die mitgebrachten Schnittchen waren von der Menge her auf einen Tag im Labor zugeschnitten. Also machte sie sich ans Werk. Um Bisafety und Biohazard musste sie sich nicht kümmern, es gab ja noch keine Viren, Bakterien oder Archaeen. Und aus ihrem Labor konnte auch nichts entfleuchen, da sie das Leben noch nicht erfunden hatte. Das geschah erst zwei oder drei hungrige Tage später. Inzwischen nannte sie sich intern Das Leben und erfand eben mal das Leben. Das entfleuchte nämlich ihren Laborgefäßen, die bei einem der damals häufigen schweren Erdbeben zersprangen –  und den Rest kennen Sie!

Zeitreisen auf der ausschließlichen Basis von Gedankenkräften sind etwas Rohes, Ungeschliffenes. Sie tendieren dazu, den | die Zeitreisenden in einem Moment der Nichtkonzentration urplötzlich wie an einem Gummi­band in die Ursprungszeit zurückzukatapultieren. Dabei stoppt das Zeitpendel aber nicht an der Ausgangszeit, sondern schlägt weit in die Zukunft aus – und dann wieder zurück. Die temporale Bewegung folgt den Gesetzen einer gedämpften Schwingung. Die Amplitude wird immer geringer, die Durchgangszeit in der Gegenwart mit jedem Schwung geringfügig länger. In etwa 4000 Jahren wird die Amplitude 0 sein und Camilla wird dann in der Gegenwart (in 4.000 Jahren) verbleiben. Da ihre Schwingungsgeschwindigkeit für lange Zeit nahe der Lichtgeschwindigkeit sein wird, vergeht für Camilla kaum Zeit, was für Camilla den angenehmen Nebeneffekt hatte, dass sie weder Hunger noch Durst verspürte.

Dass Camilla mit einem Teil ihres Labors verschwunden war, war für Benyamin eine „peinliche Nummer“, die darüber hinaus auch schwierig zu erklären war. Bevor die Polizei anfangen konnte, kompliziert zu beantwortende Fragen zu stellen, unternahm er gezielt einige Kurzzeitsprünge nach 1879 und in die Jahre ihrer gemeinsamen Schul- und Studienzeit und löschte alle Hinweise und Dokumenten, die auf sie beide verwiesen, kurzerhand aus. Seine Publikationen reichte er zeitrückwirkend 1905 und 1915 unter dem Namen seines Drillings Albert ein, der insgesamt zwar an die 300 wissenschaftliche Arbeiten publizierte, aber erst mit den Arbeiten seines Bruders unter seinem Namen zu seiner eigenen Überraschung zum Superstar einer neuen Physik wurde.

Schlussendlich hatte es Benyamin und Camilla offiziell nie gegeben, also konnten auch keine Fragen nach ihr gestellt werden. Mission completed. Praktischerweise war er ja auch „verschwunden“. Irgendwann in einigen Tausend Jahren wird man die dann überraschend neu auftauchende Camilla fragen, wer, bitte schön, sie denn wohl sei? Denn eine Camilla Einstein hätte es nach allen auswertbaren Datenbanken offenbar nie gegeben, und als Das Leben sei auch niemand je registriert worden und ob sie – wenn sie, wie sie behaupte, das Leben erfunden hätte –, bitte schön, ein Patent auf das Leben eingereicht hätte – und wenn ja, wann und wo? Schließlich wird Camilla ob ihrer Uneinsichtigkeit in einer geschlossenen Anstalt landen, in der sie sich standhaft weigert, einen Mann zu treffen, der sich als B. Einstein auszugeben versuchte, und der behauptete, ihr Bruder zu sein und die Zeitreise erfunden zu haben, die aber seit dem Verbot im Jahre 3020 in totale Vergessenheit geraten ist. Was wollte der Mann also erfunden haben?

Die Zeitreisen, die ich unternommen habe, wurden erst zum Ende des 21. Jahrhundert aufgrund neuer Theorien und Geräte, die starke Geisteskräfte maschinell erzeugen, möglich. Mit diesen Zeitreise-Maschinen konnten Zeitreiseagenturen Zeitreisen ab 2020 auch für die unkonzentrierten Menschen unser Zeit anbieten.


[1] Die auch nicht mehr das sind, was sie früher einmal waren. Im SPIEGEL schrieben zum Beispiel tatsächlich eine studierte Assyriologin und eine studierte Altägyptologin Unsinn über Covid.

[2] Das kommt gleich noch einmal und dort erfolgt der Verweis

[3] Dr. Who. Er reist mit TARDIS (Abkürzung für Time And Relative Dimensions In Space), das ist seine Möglichkeit

[4] GWS = Gas Wasser Scheiße

[5] Zähler (Dimension) 3, Nenner 1 ergibt (Dimension) 3/1 = 3 oder Zähler (Dimension) 5, Nenner 1 ergibt (Dimension) 5/1 = 5. Ganz einfach. Zähler (Dimension) 4, Nenner c ergibt (Dimension) 4/c

[6] Douglas Adams „Restaurant am Ende des Universums“

[7] 1Q84 von Haruki Murakami. Ein dicker Roman, der teilweise in einer Parallelwelt spielt, die sich von der ersten Welt durch die Existenz eines zweiten Mondes unterscheidet. Lesenswert. Gibt es der Bequemlichkeit halber in deutscher Übersetzung. Das japanische Original ist keinen Deut besser!

[8] Billig, weil viel zu mager und ohne jede Kenntnis von Feld- oder Orgienarbeit

[9] vergleichbar mit cold cases der Polizei

[10] Analog zu den starken und schwachen Anziehungskräften der Atomphysik

[11] Unter anderem die berühmte fünfbändige Trilogie „Per Anhalter durch die Galaxis“

[12] Douglas Adams „Per Anhalter durch das Galaxis“

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6.2 WIDERSPRUCHSRECHT
SIE HABEN DAS RECHT, AUS GRÜNDEN, DIE SICH AUS IHRER BESONDEREN SITUATION ERGEBEN, JEDERZEIT GEGEN DIE VERARBEITUNG SIE BETREFFENDER PERSONENBEZOGENER DATEN, DIE WIR AUFGRUND UNSERES ÜBERWIEGENDEN BERECHTIGTEN INTERESSES VERARBEITEN (ART. 6 (1) LIT. E ODER F DSGVO), WIDERSPRUCH MIT WIRKUNG FÜR DIE ZUKUNFT EINZULEGEN. DIE VORAUSSETZUNGEN HIERZU FINDEN SIE IN ART. 21 DSGVO.

7. Speicherdauer personenbezogener Daten und Löschung
Sofern nicht vorgenannt eine abweichende Speicherdauer genannt wird speichern wir die Daten so lange sie für ihre Zweckbestimmung erforderlich sind und gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen. Nach gesetzlichen Vorgaben erfolgt die Aufbewahrung für 6 Jahre gemäß § 257 Abs. 1 HGB (Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, Handelsbriefe, Buchungsbelege, etc.) sowie für 10 Jahre gemäß § 147 Abs. 1 AO (Bücher, Aufzeichnungen, Lageberichte, Buchungsbelege, Handels- und Geschäftsbriefe, für Besteuerung relevante Unterlagen, etc.).

Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden die entsprechenden Daten routinemäßig gelöscht, sofern sie nicht mehr zur Vertragserfüllung oder Vertragsanbahnung erforderlich sind und/oder unsererseits kein berechtigtes Interesse an der Weiterspeicherung fortbesteht.

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