Leben. Der Beginn

Klaus Bock by Klaus Bock

 Es geht im Folgenden also um UNSER Universum, das, in dem Sie und ich und all die anderen leben, aber nicht um die vielleicht – vielleicht!!! – existierende unbegrenzte, aber nicht unendliche Anzahl von Multiversen,

in denen vielleicht a) andere kosmische Gesetze gelten, und b) seltsame andere Gesellen leben, die wir nicht begreifen, und die uns nicht. Es könnte sein, dass ein paar superintelligente Schlauberger, die sich studierte Kosmologen nennen, die eine oder andere Feinheit etwas anders sehen... Sollen sie, das ist dann vermutlich zu hoch für mich! Okay, belassen wir´s dabei

Es geht also um

-        das LEBEN als Prinzip an sich,
nicht um Ihres, nicht um meines und auch nicht um die von all die anderen

-        den ganzen REST - Viren, Bakterien und das andere mikrolebende Zeug, von dem Sie vielleicht noch nichts gehört haben. Ist auch okay…

-        ein paar richtig KLEINE oder GROSSE Zahlen, so groß (oder so klein), dass Sie und ich und all die anderen sie uns kaum vorstellen können - und wenn einer sagt, er könne es, glauben Sie es nicht!

Ach ja, darauf sollte ich vielleicht noch hinweisen, in diesem Artikel wird nicht gegendert: Es heißt also weiterhin einfach das Virus, das Bakterium etc. und nicht Vir*innen oder Bakterie*innen. Natürlich kommen jetzt wieder Biologie-Schlauberger, die meinen, darauf hinweisen zu müssen, dass Vir*innen oder Bakterie*innen in diesem Zusammenhang Unsinne seien, weil Mutter Natur Geschlechter erst Milliarden Jahre später entwickelt hätte. Es geht hier auch nicht darum, dass das mit den Manderl und Weiberl im Grundsatz eine ganz spaßige Idee war. Ja, Ihr habt ja recht, ich meine ja auch nur… Klar? Klar! Dann kann´s ja losgehen.

Wo geht es los? Wie immer bei guten Geschichten am besten am Anfang, sogar ganz am Anfang, sozusagen am Beginn von allen, das macht die ganze Sache irgendwie logischer und für mich einfacher.

Es war zwar niemand dabei (das ist ein Fakt! Jetzt kommen wieder andere Schlauberger aus ihrem Versteck im  Vatikan, die Einspruch erheben, und die lautstark behaupten, Ihr Chef sei dabei gewesen. Blödsinn.), aber diverse mir persönlich nicht bekannte Fachleute behaupten, es habe mit dem Urknall begonnen, und sie hätten gute Gründe für ihre Behauptung. Als Beleg kritzeln sie unverständliche aber sehr gut aussehende Formeln irgendwo hin. Ich kann das nicht kontrollieren und glaube ihnen wegen der Schönheit ihrer Formeln. Allerdings gibt einige andere Fachleute (wenige), die behaupten, es sei nicht mit oder schon vor dem Urknall losgegangen - von den Zweiten behaupten die Ersten wiederum, sie litten an einem Knall, wenn nicht gar „individuellem Urknall".

Lange, sehr lange, behaupten die Ersteren, wirklich verdammt sehr lange sei das Universum eine Singularität gewesen, vermutlich eine Kugel (?) mit dem Durchmesser Null. Radius Null oder Durchmesser Null? Naja. Und man würde sich als Dummbeutel erweisen, wenn man danach fragen würde, wie lange diese Singularität denn so vor sich hin existiert hätte. Triumphierend fügen sie hinzu, es habe zu diesem Zeitpunkt schließlich noch gar keine Zeit gegeben, genauso, wie es keinen Raum gegeben hätte. Ja, ich weiß, das ist alles nicht so ganz einfach… Unsere Singularität, die einmal unser Universum werden sollte, habe auch nicht "irgendwo im Raum" und auch nicht „irgendwann“ existiert, weil es ja weder Raum noch Zeit Raum gegeben habe. Also darf man schließen, sie habe außerhalb von Raum und Zeit existiert. Das Prinzip „außerhalb der Raumzeit“ muss man sich „auf der Zunge zergehen lassen“, um die Schönheit dieser Idee zu begreifen! Es geht nur um die Schönheit! Die Tatsache ist unvorstellbar. 

Im Weiteren verzichte ich auf die Konjunktive, das schreibt sich einfach ungewohnt. Sie wissen ja nun, dass ich es könnte, das muss reichen.

Die Sache von oder mit der Singularität ist eher eine Idee als eine feststehende Tatsache.

Sehr viel klügere Menschen als ich haben sie - die Singularität - durch Extrapolationen aus den Formeln der Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein, der sie 1916 publiziert hatte, abgeleitet. Und zwar durch Anwendungen auf einen Bereich, in dem die Allgemeine Relativitätstheorie nicht mehr gilt. So sind sie halt, diese Kosmologen unter den Physikern. Aber man hatte ja inzwischen die Quantentheorie entwickelt und konnte daher die Allgemeine Relativitätstheorie so modifizieren, dass die Ergebnisse der Überlegungen für die paar Hansel von Schlaubergern, die die Formeln noch verstanden oder zumindest den Anschein erwecken konnten, irgendwie stimmig waren.

Vielleicht sollte ich einmal klarstellen, dass der Urknall nicht den Beginn aller Dinge beschreibt, sondern einen Bereich von physikalischen Zuständen, in dem unsere Theorien unzuverlässig werden. Da man mit dem Universum nicht experimentieren kann, müssen Hypothesen mit den Vorhersagen kosmologischer Theorien vergleichen werden – und evtl. müssen beide angepasst werden, wenn Messergebnisse etwas anderes besagen...

Kommen wir zurück zu unser alten Freundin, der Singularität: Irgendwann in dieser Zeitlosigkeit muss es der Singularität offenbar fad geworden sein, immer nur eine Singularität zu sein. Sie entschied sich, etwas zu machen und erfand den Urknall. Stellen Sie jetzt keine besonders große Explosion vor, denn die setzt einen Raum voraus, in dem sie explodieren kann und auch Zeit, in der sie ablaufen kann!

So einfach hatte es die Singularität mit dem Urknall nicht. Sie fand eben nicht IN einem Raum, wie es eine stinknormale Explosion machen würde, statt. Nein, die Singularität musste mit dem Urknall erst einmal Raum und Zeit schaffen! Unsere Singularität muss ein „fixer Dutt“ gewesen sein, denn sie machte das ziemlich fix – in maximal 10-36 Sekunden entstand quasi aus dem Nichts der Singularität eine Kugel mit dem Durchmesser des Kuipergürtels oder ca. 7,5 Milliarden Kilometer. Wenn Sie mal nachrechnen wollen, diese Ausdehnung IST schnell, wirklich schnell, sogar überlichtschnell... Überlichtgeschwindigkeit!? Jetzt wird der eine oder andere in Science fiction-Fragen vorgebildete Leser unter Ihnen stutzen! Hat die nicht der gute Albert Einstein – ja, derselbe von der Allgemeinen Relativitätstheorie – quasi verboten?

Hat er – aber exakter weise nur für Licht resp. Strahlung IM Raum! Vom Raum ansich hat er nix gesagt. Außerdem war das vor 13,8 Milliarden Jahren, da war von Einstein überhaupt noch nicht die Rede, und von seinem Verbot erst recht nicht. Außerdem bezweifle ich, dass der Raum sich daran gehalten hätte. Diese sehr kurze Zeit der absoluten Geschwindigkeitsüberschreitung, sozusagen der Mutter aller Geschwindigkeitsüberschreitungen, nennen die Kosmologen INFLATION des Universums.

Diese Inflation war auch schon bald wieder vorbei, genauer nach den oben schon genannten 10-36 Sekunden. Dann ging dem Urknall wohl etwas die Puste aus, er beruhigte sich (vielleicht auch weil niemand da war, der applaudieren konnte?). Aber es war heiß, verdammt heiß – so heiß, dass sich weder Atomteilchen noch Strahlung bilden konnten. Schlappe 400.000 Jahre – andere sage 380.000 Jahre – später, aber ich finde, dass die Differenz nicht wirklich eine Rolle spielen sollte – war das Universum so weit gewachsen und dabei so abgekühlt, dass Wasserstoff- und Heliumatome und Photonen entstehen und stabil bleiben konnten. Damit wurde das Universum durchsichtig. Durchsichtig? Ja, es wurde durchsichtig, weil inzwischen mehr Raum als Atomteilchenvolumen da war, und seitdem dehnt sich unser Universum mit vergleichsweise normaler Geschwindigkeit aus, und es macht Sinn Fernrohre oder Teleskope in den Himmel zu richten.

Kurz darauf – legen Sie mich jetzt nicht fest, wann das genau war – entstanden die ersten Sterne, und zwar Riesensterne, viel größer als die heute existierenden Himmelskugeln. Sie waren sehr schnelllebig, explodierten bald nach ihrer Geburt  und gebaren dabei schwerere Elemente. Daraus konnte die nächste Sternengeneration entstehen und dann ganze Galaxien. Von nun an ging alles seinen normalen Gang im Universum: Gravitation half, Sterne zu gebären, Sterne starben und verpufften ihre Atome im Weltall als Stoff für die nächsten Sternen- und Planetengenerationen - alles normal so weit, für ein Universum Business as usual.

Das ging dann die nächsten paar Milliarden Jahre so. Ein zeitlicher Klacks für ein Universum, dessen Lebenszeit auf "läppische" 10100 Jahre angelegt ist. 10100 Jahre - das ist lange, verdammt lange! So lange möchten Sie nicht unsterblich sein. In 10100 Jahren wird es kalt geworden sein im Universum, aber richtig kalt: Jeder Stern ist erloschen, und Galaxien gibt es schon lange nicht mehr. Die gesamte Materie ist in Schwarzen Löchern verschwunden. Und auch die Schwarzen Löcher sind dann im wahrsten Sinne erst langsam, dann immer schneller verdampft (nachzulesen bei Stephen Hawkins).

Das Universum hat sich dann auf eine schier unfassbare Größe (aber nicht unendlich groß!) ausgedehnt. Nur Photonen ziehen vereinzelt (sehr) einsam ihre Bahn. Das ist dann das Ende unseres Universums. Aber bevor Sie jetzt Brennstoff bestellen, weil Sie die Kälte fürchten – lassen Sie es, Sie werden es nicht erleben. Versprochen. Ehrlich, das dauert ja noch… Wir befinden uns ja erst im Jahre 13,8*109. Bis 10100 sind es noch ein paar Jahre...

Das Universum ist ja noch jung und im Universum ist ja auch allerhand los. Sterne entstehen, Galaxien kollidieren, Schwarze Löcher machen auf „galaktische Staubsauger“. Inzwischen zählen wir im Universum übrigens ca. 1025 Sterne. Zugegeben, das ist eine Schätzung. Aber die o. g. "Ersteren" behaupten es mit guten Belegen. 1025 sind schon ziemlich viele, aber irgendwie auch nicht, denn, um einmal einen Vergleich zu machen, in den Ozeanen der Erde existieren ständig 1032 Bakteriophagen. Das sind immerhin 10 Millionen Mal so viele! Auf die Bakteriophagen kommen wir in anderen Artikeln, schon weil sie meine Freunde sind... Bakteriophagen und Tintenfische (v.a. Kalmare) finde ich einfach gut.

So, das soll es für das Universum für das Erste gewesen sein. Wir kommen zur Erde. Einer von diesen 1025 Sternen leuchtet seit ca. 4,6 Milliarden (= 4,6*109) Jahren in einer unwichtigen Ecke einer unwichtigen Galaxis still vor sich hin, weder zu heiß und nicht zu kalt, gerade richtig, so, dass es auf einem Planeten richtig "muggelig" und das Wasser flüssig ist. Das ist UNSERE Sonne und UNSERE Erde. Unsere Erde entstand ziemlich gleichzeitig mit der Sonne aus „Sternenstaub“, also aus durch Schwerkraft zusammengeklaubten Asteroiden einer Staub- und „Klamotten“scheibe um die sich bildende Sonne. Unglaublich, dass Sonne und Erde gleichzeitig entstanden, aber die Fachleute behaupten es steif und fest – sogar Wikipedia stimmt zu! Was daran liegen kann, dass dieselben Fachleute in Wikipedia schreiben. Uns bleibt nichts, außer es zu glauben. Nur dass ich es erwähnt habe: Heute fallen  immer noch täglich einige zig Tonnen Sternen-, nein Asteroidenstaub auf die Erde.

Es liegt nahe, dass  kein Berichterstatter dabei war (die Jungs im Vatikan behaupten mal wieder das Gegenteil), aber es wahr wohl so: Die Anfangstage der Erde, also als sie (fast) schon ein Planet war, müssen ziemlich heiß und hektisch gewesen sein. Man nennt die Zeit von ca. 600 Millionen Jahren nach Entstehung der Erde das Hadaikum (von Hades). Hades war für die alten Griechen der Herrscher der Unterwelt – von Hitze ist da allerdings nicht die Rede. Ich meine ja nur…

Die Erde bekam so langsam eine feste, aber  noch von Rissen durchzogene Kruste. Im folgenden Erdzeitalter, dem Archaikum ab 4 Milliarden Jahre vor unserer Zeitrechnung entstand dann eine Atmosphäre, aus Gasen, die aus dem Erdinneren entströmten. Diese Atmosphäre bestand zu 80 % aus Wasserdampf, daneben aus Kohlendioxid und Spuren von Stickstoff u. a.

Von unten ließen viele Vulkane die noch dünne und ziemlich flüssige Erdkruste permanent erzittern, Lava quoll „allüberall“, radioaktiver Zerfall heizte die Erde auf, und von oben stand die Erde im Dauerbeschuss von Asteroiden, darunter waren viele „ziemliche Brocken“. Es muss eine ungemütliche Zeit gewesen sein, ja, die Hölle! Nichts, wo man dabei gewesen sein möchte. Das möchte man nicht einmal irgendwelchen „armen Teufeln“ wünschen.

Der Dauerbeschuss mit Asteroiden brachte aber nicht nur viel „Masse, sondern auch viel Wasser in Form von Eis auf die Erde – das schmolz natürlich schnell, verdampfte bei den Temperaturen auch sofort. Tatsächlich kommt sogar mehr oder weniger jeden Tropfen, den wir heute trinken oder mit dem wir uns waschen, aus dem All!

Wie gesagt, weil die Erde so heiß war, verdampfte das Wasser gleich wieder, bildete irgendwo da oben Regenwolken, fiel als Regen wieder zur Erde, verdampfte… Und so weiter. Jahrhunderte lang, Jahrtausende ... Mindestens. Gegen diesen Regen ist ein indischer Monsunregen ein „Fliegenschiss“ (die Inder mögen mir diese Bemerkung verzeihen, tatsächlich bewundere ich ihre Monsunregen!).

Die Erde kühlte dabei langsam (!) auf eine Oberflächentemperatur unter 100 °C ab, und eines Tages vor ca. 4 Milliarden Jahren war es „kalt“ genug, dass der Regen als flüssiges Wasser auf dem Erdboden liegenblieb. Irgendwann gab es die erste Pfütze, man, das war ein Ding – Wasser blieb einfach liegen! Es bildeten sich viele Pfützen, Lachen, Seen, Bäche, Flüsse, Ströme und schließlich Ozeane.

Das Wasser war noch heiß (nicht mehr kochend, aber heiß), es war viel Wasser und die Ozeane waren tief. Es war ungefähr eine Milliarde Jahre vergangen. Wir befinden uns gedanklich im Jahre 3,9 Milliarden v. Chr. Sie dürfen das „v. Chr.“ aber nicht wörtlich nehmen – ich meine „so in etwa".

Die Jungs vom Vatikan haben die ganze Story - sie nennen es Schöpfungsgeschichte - leicht vereinfacht und gekürzt auf sieben Tage, wenn ich mich recht erinnere. Sie behaupten: Bevor Gott (???) die Erde erschuf, gab es nichts (soweit ist das teilweise okay) – außer ihn (Durchmesser Null?). Er wollte aber nicht, dass es nur ihn gibt. Er wollte Spaß. Also schuf er Leben

Zeittafel20

Leben

Leben? Was ist das? Fragen Sie hundert Bio-Wissenschaftler (am besten verschiedener Fachrichtungen), und Sie werden hundert Definitionen hören. Philosophen lassen wir einmal aus, die haben wieder andere Ideen... Und die Vatikanischen erst recht.

Da die NASA Leben im Universum suchen soll resp. schon sucht, dürfen wir davon ausgehen, dass sie einer besonders interessanten Definition folgt, oder? Diese Definition lautet „Leben ist ein sich selbst erhaltendes System, das genetische Informationen enthält, und das fähig ist, darwinsche Evolution zu durchlaufen“ (1994).

Schon der alte Darwin dachte an eine Urzeugung, als er 1871 von seinem „warm little pond“ in einem Brief an den Biologen Hooker schrieb, in dem das Leben entstanden sein könnte. Später konnte gezeigt werden, dass er gar nicht sooo weit daneben lag: Unter Zuhilfenahme von Ammonium und Phosphorsalzen, Wärme, Licht und Elektrizität bilden sich im Versuch Biomoleküle und sogar Proteine, die noch kompliziertere Moleküle bilden können.

Dieses Entstehen von Leben, von Lebewesens ist dennoch im Moment rätselhaft. Irgendwann und irgendwo war plötzlich etwas da, das man als mehr oder weniger lebendig bezeichnen könnte. Es war sicherlich einfach gebaut und klein gewesen sein, hatte garantiert keine Beine, keine Augen, keine Organe und lief auch nicht herum, um zu rufen „Ich lebe...“. das also nicht. Auch Bakterien und Archaeen wären für den Beginn des Lebens viel zu kompliziert gebaut. An deren Baupläne „dachte“ das Leben wahrscheinlich noch nicht einmal. Am ehesten dürfte dieses Etwas etwas gewesen sein, das entfernt an ein sehr (!) einfaches Virus erinnerte.

Dieses lebendige Etwas dürfte irgendwo „herumgelegen“ haben, und es wird auch genug mit sich selber zu tun gehabt haben. Bevor es denken konnte, dachte es an Sex! Naja, vi3elleicht nicht gleich an Sex und seine interessanten Spielarten, aber daran, sich als erstes erst einmal fortzupflanzen. Ich bin, also pflanze ich mich fort! Wahrscheinlich war das Leben von Anfang an männlich, oder? Und noch einmal... Noch nicht eine einzige oder erste Gehirnzelle und schon „daran“ denken...

Ein vernünftiges „cogito, ergo sum“ sollte noch 3.799.999.799 Jahre auf sich warten lassen. Mindestens.

Manche Forscher gehen á la Darwin von der Idee aus, das Leben könnte in flachen Tümpeln entstanden sein, andere bevorzugen die bizarren black smoker in der Tiefsee als Quell allen Lebens. In deren Nähe kommen alle Grundvoraussetzungen zur Bildung von Biomolekülen zusammen. Und statt Licht als Energiequelle (daran dachten erst die dCyanobakterien, als sie die Photosynthese erfanden) konnte die Reduktion von dort um die black smoker flottierendenMetalloxiden dienen.

Das wäre ja auch langweilig, wenn sich alle Biologen etc. einig wären, wann, wie und wo das Leben auf der Erde entstand. Vielleicht kam es ja auch in einer Art „Untertasse angeflogen, eine Tür öffnete sich kurz und ein seltsames Wesen hätte mit einer Art Salzstreuer das Leben auf der Erde ausgeschüttelt – was übrigens meine Lieblingsidee ist. Dann wäre die Untertasse wieder abgehauen. Die allerdings die Frage der Entstehung von Leben nur von der Erde auf einen anderen Planeten verlagert.

Und wo kämen wir hin – ohne Streit keine staatlichen Forschungsgelder! Am Ende der verschiedensten Versuche, Überlegungen und Schlussfolgerungen von Wissenschaftlern steht die Schlussfolgerung, dass endlich als erstes RNA-Moleküle entstanden sein können.

J Joyce hat die NASA-Definition von Leben mitgeprägt, als er im Reagenzglas sich selbst replizierende RNA herstellte, die auch noch imstande war, sich zu mutieren und zu evolutionieren, womit er den Anfang des Lebens imitieren konnte. Von hier aus ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zum Leben, es fehlt nämlich nur noch ein kleines Säckchen aus Lipidmembranen, ein Vesikel um die RNA. Und auch das kann unter diesen Bedingungen entstehen. Hat man in Versuchen nachgewiesen. Wenn es so war, war die Idee „RNA in Vesikel“ damals offenbar so gut, dass sie einen Vorteil verschaffte. Und damals muss jeder kleinste Vorteil ein großer Vorteil gewesen sein. Die einfachsten Viren bestehen übrigens aus ein paar RNA-Molekülen und einer sie umgebenden Membran... Sie verstehen?

Unter dem Aspekt des Lebens wäre diese Welt vor 3,8x Milliarden Jahren eine „RNA-Welt“ gewesen, in der Das Leben versuchte, die in kleinen Bläschen/Säckchen/Vesikeln RNA durch Fortpflanzung und kleine chemische Änderungen weiter zu optimieren. Muss eine interessante Zeit für Das Leben gewesen sein, die ganze Welt als Labor... Und der verantwortliche Laborant muss verdammt gut und sehr motiviert gewesen sein, denn aus Bläschen/Säckchen/Vesikeln und etwas RNA wurde etwas, Viren. Jetzt muss man nur noch diskutieren, ob Viren „leben“ oder nicht. Lassen wir sie leben – sonst kommen wir hier nie zum Leben. Damit ist Das Leben also endlich da.

Heute geht man davon aus, dass die ersten Lebewesen Vorläufern von Viren sehr ähnlich waren, die sich noch selbst replizieren konnten, so wie das manche Riesenviren heute noch können, deren Vorläufer es in der Entwicklungsgeschichte offenbar nicht geschafft haben, sich zu Bakterien zu entwickeln.

Okay, wir haben anstrengende 15 Minuten hinter uns: Wir haben unser Universum erschaffen, unsere Galaxis, unser Sonnensystem, unsere Erde und sogar die ersten Protolebewesen. Die hat man nie gefunden, man weiß wenig mehr als nichts über sie – aber sie haben einen Namen: Luca.

Und wir dürfen uns mit Fug und Recht Gott nennen.

„Luca“ steht für „Last Universal Common Ancestor”. Luca ist ein hypothetisches Wesen, eines, das man nie finden wird, man versteht unter Luca die letzte gemeinsame Stammform aller heutigen zellulären Organismenarten, also das (einfachste) Wesen, das davor war, vor Bakterien und Archaeen, den gemeinsamen Uropa des Lebens, wie wir es kennen.

Und dann war da evtl. noch ein „Opa“, eher ein „Urgroßonkel“ von Luca, nämlich LucaV, das sollte der „Last Universal Common Ancestor” der Viren sein. Daher das hinzugefügte V.

Der Weg von LucaV und Luca war ziemlich weit und Zeitzeugen dafür gibt es nicht – jedenfalls hat man keine (z.B. Versteinerungen) gefunden. Das ist auch nicht zu erwarten.

Was man gefunden hat, sind ca. 3,8 Milliarden Jahre alte versteinerte Reste der ersten Bakterien-ähnlichen Wesen, sog. Stromatolithen. In Australien haben einige sogar überlebt...

Jetzt haben wir also endlich „richtige Lebewesen“: Bakterien und Archaeen und entfernte Zombies (nicht richtig lebendig und nicht richtig tot), die Viren.

Die Lebewesen werden von Systematikern unter den Biologen in „Schubladen“ eingeteilt. Die höchsten = umfassendsten Einteilungsklassen nennt man „Königreiche“ (sozusagen große Schubladenschränke) eingeteilt, andere nennen sie Domänen.

Das Leben hat es nicht immer leicht gehabt

Sie wissen es aus eigener Erfahrung: Das Leben ist nicht immer leicht! Aber nun sehen Sie es ´mal aus der Sicht des Lebens an sich. Auch das Leben an sich hatte schwere Zeiten. 

Die erste Zeit war garantiert hart - das Leben hat viele Ideen entwickelt, nicht alle waren gut. Manches war nur Protoleben, manches war gar kein Leben, und von dem was das Leben als Leben inkl. guter Ideen betrachtete, musste es sich bald wieder verabschieden. Aussterben nennt man das. Aber das Leben gab nicht auf. Über Milliarden Jahre bestand das Leben aus so etwas wie Viren, Bakterien und Archaeen. Einfach, geradezu primitiv - aber hart im Nehmen. Das Leben probierte weiterhin vieles aus, eigentlich alles. Über die ersten zwei Milliarden Jahre war alles Leben sog. Prokaryonten: Eine kleine Zelle, in der das ganze Lebensgematsche frei umherschwabbelte, einen Zellkern gab es nicht. Das war nicht schlecht - aber es ging besser und größer: Die sog. Eukaryonten, die sich das Leben vor ca. 1,5 Milliarden Jahren hatte einfallen lassen, sind in der Regel wesentlich größer als die von Prokaryoten, ihr Volumen beträgt etwa das 100- bis 10.000-Fache. Für ein reibungsloses Funktionieren der zellulären Abläufe über größere Entfernungen innerhalb der Zelle sind ein höherer Organisationsgrad und eine Aufteilung des Zellraums in Kompartimente sowie Transport zwischen diesen Kompartimenten günstig. Aus diesem Grund sind eukaryotische Zellen mittels Zellorganellen strukturiert, welche wie die Organe eines Körpers verschiedene Funktionen ausüben. 

Das Leben war´s fürs Erste zufrieden und nahm sich eine Auszeit. Dann hatte es wieder eine Idee. Die Vielzelligkeit! Sie entstand ist im Laufe der Evolution offensichtlich mehrmals unabhängig. Die ältesten fossil bekannten vielzelligen Lebewesen traten vor etwa 2 bis 3 Milliarden Jahren im Proterozoikum auf. Tiere, Pflanzen und Pilze sind in der Regel Vielzeller. Mit der Vielzelligkeit hat das Leben aber auch Altern und Tod erfunden - nun gut, man kann nicht alles haben: Entweder ist man ein Bakterium, dass sich immer wieder teilen kann und deshalb mehr oder weniger unsterblich ist (den Tod in Form von Gefressenwerden lassen wir einmal außer Acht) oder man kann im Internet surfen und stirbt irgendwann.

Wir machen einen gedanklichen Sprung und kommen zur Ediacara-Fauna - was genau das ist, weiß auch kein Paläontologe. Irgend etwas, was wie große Pflanzen oder Tiere ausgeschaut haben muss. Auf jeden Fall recht friedliche Burschen - einander Aufressen gab es damals noch nicht. Das kam erst später... Aber kaum stand das Erdzeitalter des Kambriums vor der Tür, war alles, was sich als Ediacara betrachtete plötzlich tot. Alles!

Das Leben nahm dieses erste große Aussterben hin, verteilte die Lebenswürfel neu und es geschah die "Kambrische Explosion": DEas Leben erfand sich quasi aus dem Nichts ganz anders neu! Diesmal mit Fressen und Gefressen werden... 

Aber die Idee vom Großen Sterben war geboren und konnte sich halten. Es sollten noch 5 "Große Aussterben" folgen:

Die großen Aussterben

  • Ediacara vor 540 Mio. Jahren (das hatten wir schon)
  • Ordovizium vor 444 Mio. Jahren
  • Oberdevon vor 372 Mio. Jahren
  • Perm-Trias-Grenze vor 252 Mio. Jahren
  • Trias-Jura-Grenze vor 201 Mio. Jahren
  • Kreide-Paläogen-Grenze vor 66 Mio. Jahren

Wir Menschen arbeiten derzeit am nächsten "Großen Aussterben" - nur sind wir offenbar besser als die Natur. Die Brauchte immer (wahrscheinlich) Millionen Jahren, bis alles weg war. Wir scheinen das in wenigen "zig" Jahren zu schaffen. Das Leben scheint nur zuzuschauen - oder es arbeitet an den Plänen, was nach uns kommen soll. Denn wir könnten es schaffen, dass wir gleich mit aussterben. Wie oben schon gesagt: Man kann offenbar nicht alles haben: Ein "Großes Aussterben" und Überleben... Scheint mir auch logisch zu sein.


Der Kuipergürtel ist eine ringförmige, relativ flache Region, die sich in unserem Sonnensystem außerhalb der Neptunbahn in einer Entfernung von ungefähr 30 bis 50 Astronomische Einheiten (AE) erstreckt.

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Zu diesem Zweck muss der von Ihnen verwendete Browser Verbindung zu den Servern von Adobe aufnehmen. Hierdurch erlangt Adobe Kenntnis darüber, dass über Ihre IP-Adresse unsere Website aufgerufen wurde. Die Nutzung von Adobe Typekit erfolgt im Interesse einer einheitlichen und ansprechenden Darstellung unserer Online-Angebote. Dies stellt ein berechtigtes Interesse im Sinne von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO dar. Wenn Ihr Browser Web Fonts nicht unterstützt, wird eine Standardschrift von Ihrem Computer genutzt.

Weitere Informationen zu Adobe Typekit finden Sie in der Datenschutzerklärung von Adobe:
https://www.adobe.com/privacy/policies/typekit.html

6. Betroffenenrechte
6.1 Als betroffene Person haben Sie folgende Rechte:

• Bestätigung der Datenverarbeitung: Sie haben das Recht, von uns eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob Ihre personenbezogenen Daten verarbeitet werden. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 15 DSGVO;

• Auskunft: Sie haben das Recht, Auskunft über Ihre von uns verarbeiteten personenbezogenen Daten verlangen. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 15 DSGVO;

• Berichtigung: Sie haben das Recht, unverzüglich die Berichtigung Sie betreffender unrichtiger personenbezogener Daten zu verlangen. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 16 DSGVO;

• Löschung: Sie haben das Recht, die unverzügliche Löschung Sie betreffender personenbezogener Daten zu verlangen. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 17 DSGVO;

• Einschränkung der Verarbeitung: Sie haben das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 18 DSGVO;

• Datenübertragbarkeit: Sie haben das Recht, die Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die Sie uns bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Weiter haben Sie das Recht, diese Daten einem anderen Verantwortlichen durch uns übermitteln zu lassen. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 20 DSGVO;

• Widerruf von Einwilligungen: Sie haben das Recht, Ihre erteile Einwilligung jederzeit zu widerrufen, wenn die Verarbeitung auf Art. 6 (1) lit. a oder Art. 9 (2) lit. a DSGVO beruht. Die Datenverarbeitung bis zum Widerruf bleibt dabei rechtmäßig. Der Widerruf gilt nur für die Zukunft. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 7 (3) DSGVO;

• Beschwerde: Sie haben das Recht, unbeschadet eines anderweitigen verwaltungsrechtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs, auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen die DSGVO verstößt. Die Voraussetzungen hierzu finden Sie in Art. 77 DSGVO.

6.2 WIDERSPRUCHSRECHT
SIE HABEN DAS RECHT, AUS GRÜNDEN, DIE SICH AUS IHRER BESONDEREN SITUATION ERGEBEN, JEDERZEIT GEGEN DIE VERARBEITUNG SIE BETREFFENDER PERSONENBEZOGENER DATEN, DIE WIR AUFGRUND UNSERES ÜBERWIEGENDEN BERECHTIGTEN INTERESSES VERARBEITEN (ART. 6 (1) LIT. E ODER F DSGVO), WIDERSPRUCH MIT WIRKUNG FÜR DIE ZUKUNFT EINZULEGEN. DIE VORAUSSETZUNGEN HIERZU FINDEN SIE IN ART. 21 DSGVO.

7. Speicherdauer personenbezogener Daten und Löschung
Sofern nicht vorgenannt eine abweichende Speicherdauer genannt wird speichern wir die Daten so lange sie für ihre Zweckbestimmung erforderlich sind und gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen. Nach gesetzlichen Vorgaben erfolgt die Aufbewahrung für 6 Jahre gemäß § 257 Abs. 1 HGB (Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, Handelsbriefe, Buchungsbelege, etc.) sowie für 10 Jahre gemäß § 147 Abs. 1 AO (Bücher, Aufzeichnungen, Lageberichte, Buchungsbelege, Handels- und Geschäftsbriefe, für Besteuerung relevante Unterlagen, etc.).

Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden die entsprechenden Daten routinemäßig gelöscht, sofern sie nicht mehr zur Vertragserfüllung oder Vertragsanbahnung erforderlich sind und/oder unsererseits kein berechtigtes Interesse an der Weiterspeicherung fortbesteht.

8. Änderung dieser Datenschutzerklärung
Diese Datenschutzerklärung ist aktuell gültig und hat den Stand Januar 2021.

Durch die Weiterentwicklung unserer Website und Angebote darüber oder aufgrund geänderter gesetzlicher beziehungsweise behördlicher Vorgaben kann es notwendig werden, diese Datenschutzerklärung zu ändern. Die jeweils aktuelle Datenschutzerklärung kann jederzeit auf der Website von Ihnen abgerufen und ausgedruckt werden.